Acanthocalycium

Veröffentlicht am 29. Mai 2026 um 09:51

Acanthocalycium

Erstbeschreibung:

  • durch Backeberg 1935, später Backeberg & Knuth 1936.
  • C.Backeberg beschreib 9 argentinische Arten, welche früher zu Echinopsis gezählt haben.
  • Andere Botaniker haben ein Problem mit dieser Zuordnung.
  • Erst wenn es neue Erkenntnisse gibt wird an der namensgebnung was geändert, zumindest will Hunt (1997) es vorerst so belassen.
  • Wenn ich was neues weiß, werde ich das hier kundtun. 

Beschreibung:

  • der Dornenkelch wird bis zu 20/15 cm groß. Sie wachsen recht gut aber langsam voran.
  • In der Natur kann eine Höhe von über einen halben meter vorkommen.
  • Sehr dekorative, kräftig bedornte Körper (bei genügend Sonne). Einzeln wachsend, deshalb brauchen sie nicht viel Platz. Robust und pflegeleicht.
  • Zuerst kugelig, nach einigen Jahren kurzsäulig wachsend. Schwer unterscheidbar von Lobivia und Echinopsis.
  • Schade das diese schönen Kakteen nicht öfters im Handel zu finden sind.

Inklusive:

  • Spinicalycium (Fric 1935)

Name:

  • bedeutet Dorn und Kelch (gr.).

Blüten:

  • in weiß, rot, gelb, orange, rosa-violett erscheinen tagsüber von April bis Frühsommer (4-6 Jahre nach der Aussaat), halten mehrere Tage. 
  • Unterscheidbar zu anderen durch Schuppen an den Knospen.

Heimat:

  • nördliches Argentinien, bis Cordoba.
  • Dort in Felsen, Geröll und Trockenwiesen.

Standort:

  • im Sommer vollsonnig und luftig aufstellen, am besten im geschützten Freien.
  • Im Winter trocken bei 3-6 °C aufstellen, kurzfristig werden Temperaturen um -5 bis -10 °C bei trockenem Stand ausgehalten.

Pflege:

  • in der Wachstumsphase durchdringend gießen und wieder völlig abtrpocknen lassen. 
  • In der kurzen Hochsommerphase (Juli/August) nicht gießen. 
  • Von Oktober bis März trocken halten. 

Substrat:

  • Steinig-durchlässige Kakteenerde.

Vermehrung:

  • Samen.

Achtung:

  • kleiner bleibende Arten vorsichtig gießen sonst droht Fäulnis. 

Arten

A.ferrarii

  • beschrieben von Rausch 1976. Es ist ein schön gewarzter kräftig weißbedornter mit dunklen Spitzen Kugelkaktus.
  • Verbreitet in Argentinien (Tucumann bis 3500 m). Sie wachsen einzeln und erreichen einen durchmesser von 12 cm.
  • Die Blüten zeigen sich in rot, gelb und orange. Früchte bis 1/0,8 cm. 

A.glaucum

  • Beschrieben von Ritter 1964. Es handelt sich um eine sehr schöne, graublaue Kugel mit dottergelben Blüten, bis 6 cm dm.
  • Die Körper erreichen im Alter bis 15 cm dm.
  • Meist einzeln wachsend.
  • Sie kommen aus Argentinien (Catamarca und Rioja).
  • Bis auf 3600 m aufsteigend.

A.klimpelianum

  • Backeberg 1936. die schönsten Dornen erzielen sie wenn man sie vollsonnig aufstellt.
  • Meist große, weiße Blüten, auch rosa im Frühjahr, bis 4 cm lang. Diese halten mehrere Tage.
  • Dankbarer, pflegeleichter Kaktus.
  • Sie kommen aus Argentinien (Catamarca, bis Cordoba 1000-1500 m aufsteigend).
  • Einzeln wachsend, gedrücktkugelig bis 10 cm dm. 

A.spiniflorum

  • Backeberg 1936. Sie blühen in rosa und weiß im Frühjahr und halten einige Tage lang an. Bis 4 cm lang.
  • Sie halten bei trockenen Stand -8 bis -10 °C aus.
  • Übertreibt man es kann es zu Kälteflecken kommen.
  • Sie kommen aus Argentinien (Cordoba und San Luis bis 1500 m aufsteigend).
  • Meist einzeln wachsend. Bis 60/15 cm.
  • Nadelige, biegsame Dornen. Gelblich braun mit dunkler Spitze. 

A.s. var violaceum

  • entdeckt von Stümer, 1930. Er hat lila Blüten, bis 6 cm. Sie erscheinen bei vollsonnigen Stand erstmals nach 5 Jahren im Sommer. Bis 60/15 cm.
  • Sie kommen aus Argentinien, Cordoba in ca. 1000 m Höhe.
  • Sandige Kakteenerde anbieten.
  • Im Winter bei 8-10 °C trocken halten.

A.thionanthum

  • Backeberg 1936. Er blüht gelb, weiß oder rot im Sommer bei vollsonnigen, luftigen Stand.
  • Einzeln wachsend, bis (50)12/10 cm. Der Pflanzenkörper ist graugrün und entwickelt im Jugendstadium schwarze Dornen, die später hell werden. 
  • Sie kommen aus Nordargentinien, bis 3000 m aufsteigend.
  • Ritter Friedrich (1898-1989) deutscher Botaniker und Geologe, hat ihm gepflegt.