Parodia maassii (P.suprema)

Veröffentlicht am 12. März 2026 um 05:37

Quelle: Von Peter A. Mansfeld, CC BY 3.0. 

Parodia maassii (P.suprema)

Erstbeschreibung:

Berger 1929.

Benannt:

nach Wilhelm Maass, Deutschland, einen Kakteen Liebhaber. 

Beschreibung:

oft einzeln, manchmal, meist im Alter sprossend. Bis 15 cm breit. Kugelig bis gedrücktkugelig. Sehr variabel.

Heimat:

Südbolivien und Nordwestargentinien bis 4000 m.

Blüte:

gelb, orange, rot.

Früchte:

gedrücktkugelig, braun, klein.

Standort:

Sie sollten sonnig (im Frühjahr an Sonne gewöhnen, Prallsonne wird nicht gut vertragen) bis halbschattig (aber nicht zu dunkel) kultiviert werden, im Winter so hell wie möglich. Im Winter bei 6-10 °C aufstellen. Bei trockenen Stand werden einige Minusgrade zumindest kurzfristig vertragen. Ein luftiger Stand ist wichtig

Pflege:

pflegeleicht. Gut auf eigener Wurzel. Staunäße wird nicht vertragen. Mäßig feucht halten im Wachstum und Blühphase, sehr wenig in der Ruhezeit sonst droht Fäulnis, besonders bei Kühle. Von April bis August 2-3 mal mit Kakteendünger versorgen

Substrat:

gut durchlässige, kiesige, mineralische Kakteenerde. Die Faserwurzeln brauchen flache Töpfe/Schalen. Gut drainieren dann braucht man nur selten umtopfen. 

Vermehrung:

wie bei allen Parodien haben sie winzige Samen, diese sind Lichtkeimer. Aufs Substrat streuen und nicht mit Erde bedecken ist wichtig.Die winzigen Keimlinge sind schwer hochzukriegen, am besten den Spezialisten überlassen. 

Schadbilder:

bei zuwenig harter Kultur (vor allem bei zuviel Winterwärme) und Pflegefehler können sie verweichlichen und sind dann anfällig für Läuse und Roter Spinne. Woll- und Schmierläuse sowie Rote Spinne systemisch über die Wurzeln behandeln. Bei artgerechter Kultur und Substrat der Bergkakteen wenig Schädlingsanfällig.

Fazit:

eine der schönsten Parodien vor allem in der Blütezeit. Extrem variabel. Parodien findet man zu selten im Handel finde ich. Aber wie Ariocarpus, Oroya, Copiapoa, Islaya, Pyrrhocactus, Lobivien, Oreocereus usw. sind sie keine Zimmerpflanzen aber auch nicht sicher winterhart, das ist wahrscheinlich das Problem, warum man sie bei uns eher selten findet. Steht nicht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. 

Arten und Varitäten:

var albescens

var auricolor

var carminatiflora

var rectispina

var shaferi

P.escayachensis kommt aus Bolivien, bis 3600 m aufsteigend. Beschrieben von Backeberg. Bis 12/10 cm. Zartrosa Blüten, bis 4 cm dm. Wird hierher gestellt.

P.haageana kommt aus Bolivien, Tarija. Beschrieben von Brandt 1977. Benannt nach Walther Haage. Blaugrüne Epidermis, bis 20 cm dm. Rosa Blüten werden bis zu 6 cm lang. Lau hat einige Exemplare gesammelt. Wird hierher gestellt.

P.koehresiana (inkl. P.lecoriensis) kommt aus Bolivien. Beschrieben von Brandt 1972. Benannt nach einen deutschen Kakteenfreund, Gerhard Köhres. Bis 12/8 cm. Blüten sind orangerot. Wird hierher gestellt.

P.lamprospina kommt aus Bolivien. Beschrieben von Brandt 1977. Einzeln wachsend, bis 10/9 cm. Blüten rotorange. Wird hierher gestellt.

P.mendezana kommt aus Bolivien. Beschrieben von Brandt 1976. Einzeln wachsend, bis 11/10 cm. Dunkelgelbe Blüten werden bis 4 cm lang. Wird hierher gestellt.

P.otaviana kommt aus Bolivien. Beschrieben von Cardenas 1963. Beschrieben von Ritter 1962. Wird hierher gestellt.

P.suprema kommt aus Bolivien, in Felsen, bis 3600 m aufsteigend. Beschrieben von Ritter 1962. Blaugrüne Epidermis. Violette Blüten. Wird hierher gestellt.

P.thieleana kommt aus Bolivien, bis 2500 m aufsteigend. Beschrieben von Brandt 1976. Benannt nach Peter Thiele einen Kakteenfreund. Einzeln wachsend, bis 12/10 cm groß. Rote Blüten mit 5 cm dm. Wird hierher gestellt.