Hanta Virus

Veröffentlicht am 14. Mai 2026 um 17:24

Hanta Virus

wenn du ein Gartenhäuserl zusammenkehrst, ohne vorher aufzuspritzen und keine ffp 3 Maske gut angepasst trägst, ist das Risiko hoch den Kot der Ringelrötelmaus (Rötelmaus) einzuatmen. Der Mäusekot, auch Urin und Speichel ist mehrere Tage ansteckend. Dann begibt man sich in Lebensgefahr denn der Hantavirus verursacht eine Symptomatik die einen sterben lassen können. Bei Nichterkennung drohen vor allem schwere Nierenschäden und Lungenentzündungen sowie Lungenembolien. Ich persönlich kenne in meinen Umfeld einen Menschen der mir erzählt hat (eine Frau) was sie durchgemacht hat und wieder genesen ist. Ein Mensch in meinen Umfeld (ein Mann), den ich nicht gekannt habe, er war noch Jung, ist daran gestorben.

Das Andes-Virus wurde 1995 erstmals in Argentinien entdeckt und nach der Anden-Gebirgskette benannt. Im selben Jahr wurden auch erste Fälle in Chile gemeldet. Die Mensch-zu-Mensch-Übertragung wurde erstmals bei einem Ausbruch 1996 in El Bolsón, Argentinien, beschrieben. Seitdem kam es zu einigen Ausbrüchen mit berichteter Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Das Andes-Virus wurde 1999 als Art vom International Committee on Taxonomy of Viruses anerkannt und hat seitdem mehrere Änderungen seines Artnamens durchlaufen: zuerst zu Andes hantavirus, dann zu Andes orthohantavirus und zuletzt zum aktuellen Orthohantavirus andesense.

Quelle Andes Virus: Wikipedia.

wo verbreitet

Partiell in Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika.

was ist die Todesursache und wie wirkt sie sich aus

bei Menschen die ein pulmonales Syndrom entwickeln kann die Todesrate bei 50 % liegen. 10 % der Infizierten können Dialyseabhängig werden. Folgeschäden wie Myokarditis, Thyreoiditis sind auch dabei. Auch das zentrale Nsys kann beteiligt sein. Nierenversagen und Schock kann zum Tod führen. Je nach Virenstamm kann die Letalität von 0,1-15 % betragen. Die Letalität vom Andes Stamm aus Südamerika beträgt 40 %. Im Jahr 2026 war das Andes-Virus (ANDV Infektion) für einen Ausbruch an Bord der Hondius verantwortlich, während das Schiff auf einer Route im Atlantik unterwegs war. Ein Kontakt wurde auch in Österreich isoliert. 

wie hoch ist die Infektionsrate

Eine Infektion auf 100.000 Einwohner kann man als Faustregel heranziehen. Also ca. 90 pro Jahr in Österreich 🇦🇹

der Andes Hantavirus aus Südamerika ist auch von Mensch zu Mensch ansteckend, während der europäische nur von Tier zu Mensch infektiös ist. 

Labor

Blutabnahme, es wird geschaut ob es Antikörper gegen das Virus gibt. Das Virus läßt sich nur zu Beginn der Infektion nachweisen.

Inkubationszeit (Infektion bis ausbrechen der Krankheit)

5-60 Tage.

Symptomatik

plötzlich einsetzen von hohen Fieber. Hält 3-4 Tage an. Es folgen unspezifische Grippesymptome wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Bauchweh. 

Beim Andes Virus schaut es anders aus. Die ersten Symptome treten meist ein bis acht Wochen nach der Exposition gegenüber dem Virus auf und durchlaufen drei Phasen: Prodromalphase, kardiopulmonale Phase und Erholungsphase. Die Prodromalphase (Frühsymptome) dauert in der Regel einige Tage und umfasst häufig Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Husten, Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost und Schwindel. Die kardiopulmonale Phase dauert zumeist mehrere Tage und kann unter anderem durch Flüssigkeitsansammlung in der Lunge, niedrigen Sauerstoffgehalt im Blut, erhöhte oder unregelmäßige Herzfrequenz, niedrigen Blutdruck, kardiogenen Schock und Atemversagen gekennzeichnet sein. 

Therapie auf der Intensivstation, was wird gemacht

Intubation, Sauerstoffgabe. Flüssigkeitssubstitution. Klinische Massnahmen mit Medikamente (u.a. Ribavirin ?) und Symptombehandlung.

Ausbruch 2026 auf der Hondius

m April und Mai 2026 kam es an Bord des niederländischen Expeditionsschiffes Hondius zu einem Ausbruch des Andes-Virus. Das Schiff war am 1. April 2026 mit 147 Personen an Bord von Ushuaia (Argentinien) ausgelaufen. Insgesamt wurden zehn Fälle und darunter drei Todesfälle bestätigt. Des Weiteren werden mindestens acht Verdachtsfälle vermutet.

Da das Andes-Virus im Gegensatz zu den meisten anderen Hantaviren von Mensch zu Mensch übertragen werden kann, ist von einer erhöhten Gefahr auszugehen. Die Letalität liegt bei etwa 40 %. An Bord des Schiffes gab es keine Nagetiere, daher muss eine infizierte Person das Virus eingeschleppt haben und es somit zu Infektionen von Mensch zu Mensch gekommen sein, was wiederum auf eine erhöhte Übertragungswahrscheinlichkeit auch außerhalb der Hondius hindeutet.

Die verbliebenen Passagiere wurden am 10.–11. Mai 2026 auf Teneriffa unter Sicherheitsvorkehrungen evakuiert und in ihre Heimatländer ausgeflogen, wo sie für bis zu 42 Tage unter Quarantäne gestellt wurden.] Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist darauf hin, dass in den kommenden Wochen weitere Erkrankungen bei den Reisenden bzw. Kontaktpersonen auftreten könnten.