Hyophorbe Flaschenpalme (Mascarena Palme, Flaschenpalme)

Veröffentlicht am 27. Mai 2026 um 16:29

Hyophorbe Flaschenpalme (Mascarena Palme, Flaschenpalme)

Erstbeschreibung:

  • der bekannte deutsche Botaniker Joseph Gärtner (1732-1791) hat sie erstmals beschrieben.

Beschreibung:

  • je älter sie wird desto attraktiver, dann ein Blickfang.
  • Sehr langsam wachsend. Eine selten zu findende Rarität, die im Alter einen flaschenförmigen Stamm entwickelt.
  • Im Topf nicht so gross. Der Bauchumfang von der größten Art kann im Alter an der dicksten Stelle bis zu 70 cm betragen. Blätter bis 2 m lang.

Blüten:

  • sind männlich und weiblich.

Früchte:

  • sind beerenartig, wurden von den einheimischen Farmern früher auch verfüttert.

Arten:

  • es gibt 5 Arten, am größten wird die Art H.lagenicaulis (echte Flaschenpalme) mit 6 m Höhe ist in den Tropen weit verbreitet.
  • Sie bekommen im alter einen gräulichen Stamm.
  • In der Jugend eine Zwiebel entwickelnd, im Topf bis ca 1,5 m hoch, bei guter Pflege auch höher.
  • H.verschaffelti (Spindelpalme) wird häufiger angeboten, aber auch selten, bleibt kleiner, sie wird in der Heimat bis 5 m hoch und hat einen dm von 25 cm.
  • Ihre Stiele sind rötlich gefärbt. Im Kübel bis etwa halb so groß. Sie entwickelt stark duftende Blüten.
  • Namensgeber ist der belgische Gärtner Verschaffelt (1825-1886). H.verschaffelti ist robuster als die anderen.
  • Der Name bedeutet *Hyos=Schwein* und *phorbe=Futter* Sie stehen in der Heimat unter Naturschutz. 
  • In den Tropen Gottlob verwildert und gut zu finden. Ältere Pflanzen vertragen auch weniger Luftfeuchte.
  • H.amaricaulis ist weniger bekannt. Sehr ungewöhnlich im Aussehen, am 26.Juni 2022 erstmals im Handel bei Bellaflora in Unterwart gesehen.

Heimat:

  • Mauritius und die anderen Mascaren Inseln des indischen Ozeans, östlich von Madagaskar.
  • Sie kommen am Strand, in Wäldern oder in gebirgigeren, höheren Lagen in Lavastein oder Kalkböden vor.

Standort:

  • sehr hell bis halbschattig (Sommer) aufstellen.
  • Vor allem Jungpflanzen bekommen schnell einen Sonnenbrand. Luftig aufstellen bei hoher Luftfeuchte.
  • Ganzjährige Zimmertemperaturen. Nicht unter 18 °C halten.
  • Wie die Bergpalme kommt auch sie relativ gut mit einer niedrigen Luftfeuchte zurecht, obwohl eine höhere natürlich immer besser ist.

Pflege:

  • mässig feucht halten, im Wachstum düngen.
  • Staunässe und Ballentrockenheit wird nicht vertragen.
  • H.amaricaulis verträgt mehr Trockenheit als die anderen aber keine Ballentrockenheit.
  • Junge Flaschenpalmen vertragen weniger Trockenheit als ältere.

Umtopfen:

  • bei Bedarf in durchlässige, lockere, luftige Palmenerde (Styroporkugeln vielleicht untermischen).

Vermehrung:

  • Samen. Nur frisches Saatgut keimt, es kann aber 2-6 Monate dauern bis sie auflaufen.
  • Wegen des langsames Wuchses braucht man viel Geduld.
  • Danach brauchen die Sämlinge Warmhausbedingungen mit konstanter Luftfeuchtigkeit und Wärme.

Schädlinge:

  • bei trockener Luft kommen Rote Spinne, Schildläuse, Woll- und Schmierläuse vor.
  • Lästige Schädlinge die nicht so einfach zu bekämpfen sind. Am besten systemisch über die Wurzeln und Bedingungen verbessern.
  • Bei Vernässung, durch meist verdichtetes Substrat können auch Trauermücken vorkommen.
  • Bei denen können die Larven die Wurzeln schädigen.
  • Am besten in neuen Substrat umtopfen und nach Larven gründlich absuchen und entfernen. 

Fazit:

  • In den Pflanzenfachmärkten öfters zu sehen, fast schon Standard.
  • Man darf nicht vergessen das sie schon ziemlich groß werden, obwohl man sie als Jungpflanze recht lange halten kann weil sie langsam wachsen.
  • Auf jeden Fall eine sehr kulturwürdige Palme fürs geräumige Wohnzimmer.
  • Je älter desto prächtiger, dann ein Blickfang.