Colisia chuna (Trichogaster, Honigfadenfisch)
Erstmals eingeführt:
- im Jahre 1962.
Familie:
- Osphronemidae.
Beschreibung:
- diese kleinen Fadenfische sehen im Händlerbecken farblos aus, in Prachtfarbe ein Blickfang. Bis 5 cm groß.
- Männchen in Brutfarbe honigfarben.
- Sie gehören zu den Labyrinthfischen, die freien Zugang zur Wasseroberfläche brauchen um nicht zu ersticken.
- Sie schwimmen im oberen Bereich.
- Die Fische sind scheu und friedlich.
- Männchen sind in der Laichphase aggressive Revierverteidiger.
Alter:
- bei guter Pflege 2-3 Jahre im Aquarium.
Heimat:
- Südasien (Indien bis Bangladesh).
- Meist in Stehgewässer oder langsam fließenden Wasser zu finden.
Aquarium:
- ab 54 liter bei Paatweiser Haltung.
- Einige Schwimmpflanzen sollten nicht fehlen, damit sie ihr Schaumnest verankern können.
- Ab 22-28 °C, Wasser weich bis mittelhart.
- Versteckreich einrichten.
Zucht:
- Schaumnestbauer.
Futter:
- anspruchslos.
- Jedes kleine Futter wird angenommen, auch Algen, Futtertabletten und feines Lebendfutter.
Vergesellschaftung:
- Mit Vorbehalt mit ruhigen und friedlichen Fischen, besser ein Artenbecken bieten.
Krankheiten:
- leider sehr anfällig für Oodinium pillularis.
- Die Samtkrankheit ist sehr ansteckend. Am besten alleine halten als Paar.
Fazit:
- Sie werden nicht so selten im Handel angeboten obwohl Krankheitsanfällig.
Colisia labiosa (Trichogaster labiosus)
Ersteinführung:
- im Jahre 1904.
Familie:
- Osphronemidae.
Beschreibung:
- Männchen sind farbiger als die Weibchen.
- Sie haben auch eine spitz ausgezogenere Rückenflosse.
- Ein friedlicher Fisch fürs ruhige Gesellschaftsbecken.
- Sie schwimmen im oberen und mittleren Bereich.
Alter:
- bei guter Pflege 2-3 Jahre im Aquarium.
Heimat:
- Lokal in Flussgebiete im nördlichen Indien bis Birma zu finden.
- Hier in Kanälen, Reisfelder (wie Betta/Kampffische) und Bächen zu finden.
Aquarium:
- ab 112 liter gut zu halten, mehr ist immer besser.
- Dunkler Bodengrund, Aquarium nicht zu hoch wählen wie bei allen Labyrinthler.
- Das Wasser sollte eher weich bis neutral sein.
- Aquarienzuchten vertragen sicher auch mittelhartes Wasser.
Vergesellschaftung:
- mit ruhigen Salmlern, Schmerlen, Barben (keine lebhaften Flossenzupfer) und Bärblinge.
Futter:
- keine Ansprüche. Trockenfutter wird gut angenommen.
- Auch pflanzlich und feines Lebendfutter bieten.
Fazit:
- ich habe diesen Zwerg im Handel noch nicht gesehen. Sehr ähnlich ist C.fasciatus.
- Werden oft verwechselt. E
- s soll auch Hybriden (wahrscheinlich bei Aquarienzuchten entstanden) der beiden Arten geben.
Colisia fasciata (Trichogaster)
Erstmals eingeführt:
- im Jahre 1897.
Familie:
- Osphronemidae.
Beschreibung:
- sie erinnern an den Paradiesfisch in der Färbung.
- Bis 10 cm groß.
- Männchen mit länger ausgezogene Rückenflossen als die Weibchen sehr dunkel bis fast schwarz eingefärbt in der Brutphase.
- Schwimmen im oberen bis mittleren Bereich.
- In der Heimat werden sie gefischt und gegessen.
Alter:
- bei guter Pflege 2-3 Jahre im Aquarium.
Heimat:
- Südasien (Indien, Pakistan, Bangladesh, Birma und Nepal). Kommen hier in langsam fließenden oder Stehgewässer vor.
Aquarium:
- ab 112 liter (80 cm Länge), 22-28 °C, Wasser weich bis mittelhart.
- Schwimmpflanzen anbieten zum verankern des Schaumnestes, aber nicht zuwuchern lassen sonst ersticken sie.
- Versteckreich einrichten, teilweise dicht bepflanzen.
- Ideal ist ein dunkler Bodengrund.
Zucht:
- In der Brutphase sehr aggressiv.
- Schaumnestbauer.
- Das Männchen bewacht das Schaumnest.
- Das Weibchen muß nach dem Ablaichen herausgefischt werden, weil sie sonst vom Männchen stark bedrängt wird.
Futter:
- keine Ansprüche. Nehmen jedes Trockenfutter an.
- Auch pflanzlich füttern.
Vergesellschaftung:
- wegen der Streitereien in der Brutphase schwer vergesellschaftbar.
- In der übrigen Zeit gut vergesellschaftbar mit ruhigen Fischen wie Salmlern, Schmerlen, Barben (keine lebhaften Flossenzupfer) und Bärblinge.
Fazit:
- Im Handel eher selten zu sehen. Sehr ähnlich ist C.labiosa.
- Werden oft verwechselt.
- Es soll auch Hybriden (wahrscheinlich bei Aquarienzuchten entstanden) der beiden Arten geben.
Colisia lalia (Zwergfadenfisch)
Ersteinführung:
- Stüve 1903.
Neue Einteilung:
- wird heute auch unter Trichogaster lalius geführt, ich bleibe bei Colisia lalia.
Familie:
- Osphronemidae.
Beschreibung:
- es gibt viele Zuchten vom Zwergfadenfisch. Sie werden bis 6 cm groß.
- Männchen sind farbiger. Paare schwimmen zusammen, angeblich auch scheu. Bei mir nicht.
- Am besten paarweise oder 1 M und mehrere W halten pro Aquarium. Bei der Haltung von mehreren Fischen braucht man minimal 160 liter (100x40x40 cm Aquarium).
- Wasserqualität hoch halten sonst kann es zu Infektionen kommen. Schwimmpflanzen nicht zuwuchern lassen, sonst ersticken die Labyrinthfische.
- Sie schwimmen im oberen und mittleren Bereich.
Alter:
- bei guter Pflege 2-3 Jahre im Aquarium.
Heimat:
- Südasien, Indien - Ganges, möglicherweise auch Indonesien (Borneo).
Aquarium:
- ab 54 liter. Wasser weich bis mittelhart, aber auch hartes Wasser wird ohne Probleme vertragen.
- Ab 22-28 °C. Teilweise dicht bepflanzen damit sich die Weibchen verstecken können.
- Bei Schwimmpflanzen die nicht die ganze Oberfläche bedecken fühlen sie sich besonders wohl.
- Ein dunkler Bodengrund bringt die Farben sehr gut zur Geltung. Ideal wäre eine Torffilterung was die wenigsten machen, das Wasser wird dann bräunlich.
Vergesellschaftung:
- mit ruhigen Salmlern, Schmerlen, Barben (keine lebhaften Flossenzupfer) und Bärblinge.
- Bei mir auch mit Amanogarnelen, Kampffisch Weibchen, Corydoras panda Panzerwelse, Garra flavatra, schwarzer Phantomsalmler, Neonfische und Trauermantelsalmler. Man kann sie auch mit nicht zu ähnlich gefärbten Labyrinthlern halten.
Zuchtabsichten:
- sie gehören wie der Kampffisch zu den Schaumnestbauern.
- Das Nest wird an Pflanzen verankert.
- Wasserstand bis 20 cm hoch.
- Brutpflege macht das Männchen, die Jungen schlüpfen nach 1 Tag. Nach dem ablaichen muß das Weibchen schnell herausgefangen werden weil es sonst die volle Aggression des Männchens abkriegt.
- Das Männchen auch nach 3 Tagen sonst bleiben von den mehreren hundert Eiern nicht viele übrig.
- Die Jungen kann man Anfangs mit Infusoren, danach Artemia Nauplien (frisch geschlüpfte) und zerriebenes kleines Flockenfutter oder Futtertabletten versorgen.
Futter:
- keine Ansprüche. A
- lle kleinen Futtersorten werden angenommen.
- Bei mir fressen sie kleines Flockenfutter, Welstabletten auch Algen und kleines Granulatfutter.
- Feines Lebendfutter wird auch gerne angenommen.
Fazit:
- Für mich einer der schönsten Fische.
- Ich pflege sie immer wenn ich die Gelegenheit habe.
- Sie gehören zu den wenigen Planarienfresser. Im Handel weit verbreitet. Manchmal Tumoranfällig.
- Regelmäßig Wasser wechseln damit sie nicht krank werden. Bei mir sind sie kerngesund.
- Ich ergänze immer mein Aquariumwasser welches verdunstet. Absaugen tu ich selten, mein Eheim Innenfilter arbeitet gut, das Wasser ist immer Kristallklar.
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