Colisia - Zwergfadenfische

Veröffentlicht am 25. Mai 2026 um 09:09

Colisia chuna (Trichogaster, Honigfadenfisch)

Erstmals eingeführt:

  • im Jahre 1962.

Familie:

  • Osphronemidae.

Beschreibung:

  • diese kleinen Fadenfische sehen im Händlerbecken farblos aus, in Prachtfarbe ein Blickfang. Bis 5 cm groß.
  • Männchen in Brutfarbe honigfarben.
  • Sie gehören zu den Labyrinthfischen, die freien Zugang zur Wasseroberfläche brauchen um nicht zu ersticken.
  • Sie schwimmen im oberen Bereich.
  • Die Fische sind scheu und friedlich.
  • Männchen sind in der Laichphase aggressive Revierverteidiger. 

Alter:

  • bei guter Pflege 2-3 Jahre im Aquarium.

Heimat:

  • Südasien (Indien bis Bangladesh).
  • Meist in Stehgewässer oder langsam fließenden Wasser zu finden.

Aquarium:

  • ab 54 liter bei Paatweiser Haltung.
  • Einige Schwimmpflanzen sollten nicht fehlen, damit sie ihr Schaumnest verankern können.
  • Ab 22-28 °C, Wasser weich bis mittelhart.
  • Versteckreich einrichten.

Zucht:

  • Schaumnestbauer.

Futter:

  • anspruchslos.
  • Jedes kleine Futter wird angenommen, auch Algen, Futtertabletten und feines Lebendfutter. 

Vergesellschaftung:

  • Mit Vorbehalt mit ruhigen und friedlichen Fischen, besser ein Artenbecken bieten. 

Krankheiten:

  • leider sehr anfällig für Oodinium pillularis.
  • Die Samtkrankheit ist sehr ansteckend. Am besten alleine halten als Paar.

Fazit:

  • Sie werden nicht so selten im Handel angeboten obwohl Krankheitsanfällig.

Colisia labiosa (Trichogaster labiosus)

Ersteinführung:

  • im Jahre 1904.

Familie:

  • Osphronemidae.

Beschreibung:

  • Männchen sind farbiger als die Weibchen.
  • Sie haben auch eine spitz ausgezogenere Rückenflosse.
  • Ein friedlicher Fisch fürs ruhige Gesellschaftsbecken.
  • Sie schwimmen im oberen und mittleren Bereich.

Alter:

  • bei guter Pflege 2-3 Jahre im Aquarium.

Heimat:

  • Lokal in Flussgebiete im nördlichen Indien bis Birma zu finden.
  • Hier in Kanälen, Reisfelder (wie Betta/Kampffische) und Bächen zu finden.

Aquarium:

  • ab 112 liter gut zu halten, mehr ist immer besser.
  • Dunkler Bodengrund, Aquarium nicht zu hoch wählen wie bei allen Labyrinthler.
  • Das Wasser sollte eher weich bis neutral sein.
  • Aquarienzuchten vertragen sicher auch mittelhartes Wasser. 

Vergesellschaftung:

  • mit ruhigen Salmlern, Schmerlen, Barben (keine lebhaften Flossenzupfer) und Bärblinge.

Futter:

  • keine Ansprüche. Trockenfutter wird gut angenommen.
  • Auch pflanzlich und feines Lebendfutter bieten. 

Fazit:

  • ich habe diesen Zwerg im Handel noch nicht gesehen. Sehr ähnlich ist C.fasciatus.
  • Werden oft verwechselt. E
  • s soll auch Hybriden (wahrscheinlich bei Aquarienzuchten entstanden) der beiden Arten geben. 

Colisia fasciata (Trichogaster)

Erstmals eingeführt:

  • im Jahre 1897.

Familie:

  • Osphronemidae.

Beschreibung:

  • sie erinnern an den Paradiesfisch in der Färbung.
  • Bis 10 cm groß.
  • Männchen mit länger ausgezogene Rückenflossen als die Weibchen sehr dunkel bis fast schwarz eingefärbt in der Brutphase.
  • Schwimmen im oberen bis mittleren Bereich.
  • In der Heimat werden sie gefischt und gegessen. 

Alter:

  • bei guter Pflege 2-3 Jahre im Aquarium.

Heimat:

  • Südasien (Indien, Pakistan, Bangladesh, Birma und Nepal). Kommen hier in langsam fließenden oder Stehgewässer vor.

Aquarium:

  • ab 112 liter (80 cm Länge), 22-28 °C, Wasser weich bis mittelhart.
  • Schwimmpflanzen anbieten zum verankern des Schaumnestes, aber nicht zuwuchern lassen sonst ersticken sie.
  • Versteckreich einrichten, teilweise dicht bepflanzen.
  • Ideal ist ein dunkler Bodengrund.

Zucht:

  • In der Brutphase sehr aggressiv.
  • Schaumnestbauer.
  • Das Männchen bewacht das Schaumnest.
  • Das Weibchen muß nach dem Ablaichen herausgefischt werden, weil sie sonst vom Männchen stark bedrängt wird. 

Futter:

  • keine Ansprüche. Nehmen jedes Trockenfutter an.
  • Auch pflanzlich füttern. 

Vergesellschaftung:

  • wegen der Streitereien in der Brutphase schwer vergesellschaftbar.
  • In der übrigen Zeit gut vergesellschaftbar mit ruhigen Fischen wie Salmlern, Schmerlen, Barben (keine lebhaften Flossenzupfer) und Bärblinge. 

Fazit:

  • Im Handel eher selten zu sehen. Sehr ähnlich ist C.labiosa.
  • Werden oft verwechselt.
  • Es soll auch Hybriden (wahrscheinlich bei Aquarienzuchten entstanden) der beiden Arten geben. 

Colisia lalia (Zwergfadenfisch)

Ersteinführung:

  • Stüve 1903.

Neue Einteilung:

  • wird heute auch unter Trichogaster lalius geführt, ich bleibe bei Colisia lalia.

Familie:

  • Osphronemidae.

Beschreibung:

  • es gibt viele Zuchten vom Zwergfadenfisch. Sie werden bis 6 cm groß.
  • Männchen sind farbiger. Paare schwimmen zusammen, angeblich auch scheu. Bei mir nicht.
  • Am besten paarweise oder 1 M und mehrere W halten pro Aquarium. Bei der Haltung von mehreren Fischen braucht man minimal 160 liter (100x40x40 cm Aquarium).
  • Wasserqualität hoch halten sonst kann es zu Infektionen kommen. Schwimmpflanzen nicht zuwuchern lassen, sonst ersticken die Labyrinthfische.
  • Sie schwimmen im oberen und mittleren Bereich. 

Alter:

  • bei guter Pflege 2-3 Jahre im Aquarium.

Heimat:

  • Südasien, Indien - Ganges, möglicherweise auch Indonesien (Borneo).

Aquarium:

  • ab 54 liter. Wasser weich bis mittelhart, aber auch hartes Wasser wird ohne Probleme vertragen.
  • Ab 22-28 °C. Teilweise dicht bepflanzen damit sich die Weibchen verstecken können.
  • Bei Schwimmpflanzen die nicht die ganze Oberfläche bedecken fühlen sie sich besonders wohl.
  • Ein dunkler Bodengrund bringt die Farben sehr gut zur Geltung. Ideal wäre eine Torffilterung was die wenigsten machen, das Wasser wird dann bräunlich. 

Vergesellschaftung:

  • mit ruhigen Salmlern, Schmerlen, Barben (keine lebhaften Flossenzupfer) und Bärblinge.
  • Bei mir auch mit Amanogarnelen, Kampffisch Weibchen, Corydoras panda Panzerwelse, Garra flavatra, schwarzer Phantomsalmler, Neonfische und Trauermantelsalmler. Man kann sie auch mit nicht zu ähnlich gefärbten Labyrinthlern halten.

Zuchtabsichten:

  • sie gehören wie der Kampffisch zu den Schaumnestbauern.
  • Das Nest wird an Pflanzen verankert.
  • Wasserstand bis 20 cm hoch.
  • Brutpflege macht das Männchen, die Jungen schlüpfen nach 1 Tag. Nach dem ablaichen muß das Weibchen schnell herausgefangen werden weil es sonst die volle Aggression des Männchens abkriegt.
  • Das Männchen auch nach 3 Tagen sonst bleiben von den mehreren hundert Eiern nicht viele übrig.
  • Die Jungen kann man Anfangs mit Infusoren, danach Artemia Nauplien (frisch geschlüpfte) und zerriebenes kleines Flockenfutter oder Futtertabletten versorgen. 

Futter:

  • keine Ansprüche. A
  • lle kleinen Futtersorten werden angenommen.
  • Bei mir fressen sie kleines Flockenfutter, Welstabletten auch Algen und kleines Granulatfutter.
  • Feines Lebendfutter wird auch gerne angenommen. 

Fazit:

  • Für mich einer der schönsten Fische.
  • Ich pflege sie immer wenn ich die Gelegenheit habe.
  • Sie gehören zu den wenigen Planarienfresser. Im Handel weit verbreitet. Manchmal Tumoranfällig.
  • Regelmäßig Wasser wechseln damit sie nicht krank werden. Bei mir sind sie kerngesund.
  • Ich ergänze immer mein Aquariumwasser welches verdunstet. Absaugen tu ich selten, mein Eheim Innenfilter arbeitet gut, das Wasser ist immer Kristallklar. 

🎬 Hannes J.Krammer