Xiphophorus maculatus (Platy)
Ersteinführung:
durch deutsche Zierfischzüchtereien 1907.
Beschreibung:
Bis 6 cm, Männchen 4 cm, auch am Gonopodium (Begattungsorgan) zu erkennen. Sehr friedlich auch untereinander. Am besten eine Gruppe mit Weibchenüberhang pflegen. Will man nicht Nachwuchs haben dann getrenntgeschlechtlich halten.
Zuchtformen:
werden Züchtungen übertrieben, kann es dazu führen das viele Aquarienstämme nicht mehr so robust sind und krank werden oder früher sterben.
Alter:
bei guter Pflege 3-5 Jahre.
Heimat:
Mexiko bis Mittelamerika. Leben hier in Gruppen und weiden Algen und Mikroorganismen ab von Steinen.
Aquarium:
- ab 54 liter (60x30x30 cm). Pflanzenreich einrichten.
- sie schwimmen ium oberen bis mittleren Bereich. Ausreichend Schwimmraum belassen.
- hartes Wasser, ph 7-8,3 und 20 °dgh wären ideal. 18-25 °C.
- nur eine mäßige Strömung bieten für X.variatus, etwas mehr für Hybriden und X.m. bieten.
- Ideale Pflanzen im harten Wasser sind Vallisnerien und Javafarn sowie Taxiphyllum und Javamoose.
- Es wird sogar Nitrit in der Einfahrphase vertragen. Tun sollte man es aber nicht.
Futter:
keine Ansprüche, Allesfresser. Auch pflanzlich wie Salat, Algen.
Vergesellschaftung:
sehr gut fürs ruhige Gesellschaftsbecken geeignet. Mit Salmler wie Neons, andere ruhige Schwarmfische, Welse.
Ähnlich ist:
X.variatus, mit X.m. kommt es leicht zu Hybriden. Der Papageienplaty kommt vom südlichen Mexiko. Ersteingeführt 1931 in Deutschland. Weibchen 6-7 cm groß, Männchen 5-6 cm. Sie lieben einen Temperaturbereich von 15-25 °C. Zuchtformen ab 21 °C. Hybriden wie X.m. Bei den vielen Zuchtformen ist die Zuchtform Marigold am bekanntesten und schönsten. Aber es gibt noch viele andere Farbkombinationen die nicht minder schön sind.
weitere Arten:
X.montezumae kommt aus Mittelamerika. Im Handel noch nicht gesehen, wenger robust als andere X. Arten. Nicht so farbenfroh wie X.m und X.v.
X.pygmaeus lokal in Mexiko verbreitet, im Handel nicht zu sehen. Unscheinbar gefärbt.
Zucht:
Lebendgebährend. Einige wenige Jungfische pro Wurf. Jungtiere sind nach 4 Monaten bereits zeugungsfähig. Zum Jungtierschutz eignen sich hervorragend Javamoos oder Taxiphyllum Moose.
Fazit:
äußerst beliebt, vertragen auch Nitrit in kleinen Mengen zäh, putziger und geselliger Schwarmfisch, viele Zuchten, schnell hybridisierend mit ähnlichen Fischen. Platys (auch andere Lebendgebärende, besonders Mollys) sollte man nicht mit Regenbogenfische vergesellschaften weil einige Arten diese belästigen und an der Schleimhaut knabbern, was den RBF natürlich nicht gut tut.
Xiphophorus helleri (grüner Schwertträger)
Ersteinführung:
Schroot 1909.
Beschreibung:
Schwertträger werden bis zu 14 cm groß. Die Schwertlänge der Männchen mit Gonopodium (Begattungsorgan) beträgt bis zu 1/3 des Körpers. Weibchen sind runder mit Laichfleck. Friedlich auch zu kleinen Fischen, auch den eigenen Nachwuchs wird selten nachgestellt. Es kann aber schon mal vorkommen, das sie einige Jungtiere (kannibalisch) fressen. Es bleiben aber genug übrig welche hochkommen. Pro Aquarium vor allem in kleinen Behälter nur 1 Männchen mit mehreren Weibchen halten oder mehrere Männchen, aber unbedingt mit Weibchenüberhang. Bei nur 2 (viele Machtkämpfe) oder 3 Männchen kann es vorkommen das die schwächeren Männchen nicht mehr ans Futter kommen und verhungern.
Alter:
bei guter Pflege 3-5 Jahre.
Geschlechtsumwandlung:
früher wurde oft behauptet das sich Weibchen in Männchen umwandeln können. Was aber nicht erwiesen ist. Wahrscheinlcher ist das es sich um Spätmännchen handelt oder Weibchen mit männlichen Anteilen.
Familie:
Poeciliidae (Lebendgebärende Zahnkarpfen).
Heimat:
Mexiko bis Mittelamerika. Hier weiden sie Algen (inklusive Mikroorganismen) von Steinen ab. Im Aquarium findet man meist Zuchtformen. Davon gibt es viele.
Aquarium:
- hell beleuchtete Aquarien ab 112-160 liter.
- Pflanzenreich einrichten. 22-28 °C.
- viel freien Schwimmraum belassen. Sie schwimmen im oberen bis mittleren Bereich.
- Es wird sogar Nitrit in der Einfahrphase vertragen. Tun sollte man es aber nicht.
- ein ph Wert von 7-8,3 und ein gh von 12-30 °dgh ist wünschenswert. Zu weiches Wasser ist nicht empfehlenswert.
Futter:
keine Ansprüche, auch pflanzlich wie Salat, Algen. Trotzdem sollte die Nahrung hauptsächlich tierische Anteile haben.
Vergesellschaftung:
in der Heimat leben sie mit kleineren mittelamerikansichen Cichliden (Buntbarsche) wie Thorichthys Arten, auch Cichlasoma/Cryptoheros. Natürlich braucht man dann auf den Nachwuchs der Schwertträger nicht spekulieren, diese werden von den Buntbarschen gefressen. Mit Salmler wie Neons, andere ruhige Schwarmfische, Welse. Nicht zu klein sonst enden sie im Maul.
Zucht:
Lebendgebährend. Alte, große Weibchen können sehr viele Jungfische produzieren.
Zuchtformen:
es gibt Schleierformen, mit oranger Grundfärbung und Blauvarianten in der Musterung und Linie. Es gibt Zuchtformen mit vielen Schwarz und hellblauen Pünktchen sowie orangen Schleierform. Es gibt orange Hybriden mit anderen Lebendgebärenden. Es entstehen stets neue Zuchten, meist mit viel Orangeanteilen.
Fazit:
seltener im Handel als die ähnlichen Platys. Sie brauchen mehr Platz und Aufmerksame Pflege. Auch sollte man Lebendgebärende nicht mit Regenbogenfische vergesellschaften weil einige Arten diese belästigen und an der Schleimhaut knabbern, was den RBF natürlich nicht gut tut.
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