Foto:
diesen Schlangenkaktus (Peitschenkaktus) habe ich in Verbindung mit Brutblatt (Kalanchoe, Sukkulente) bei einer Fortbildung in der Steiermark gesehen.
Hinweis:
Er war der Kaktus des Jahres 2024.
Aporocactus flagelliformis (Disocactus)
Erstbeschreibung:
- Barthlott 1991.
Beschreibung:
- Die Ampelpflanze (epiphytisch, verzweigt, überhängend) entwickelt bis zu 1,5 m lange Triebe und 2 cm dicke (in Kultur meist bis 60 cm).
- Die Dornen, Haare sind tükisch und können ganz schön stechen.
- Es gibt insgesamt 5 Arten von Aporocactus, die anderen werden selten gepflegt.
- Um 1700 nach Europa gelangt.
Blüten:
- die tollen, unverwechselbaren rosa bis rote Blüten erscheinen von März bis Juni.
- in der Natur werden sie von Kolibris bestäubt.
- Die typische Einzelblüte wird bis zu 10 cm lang.
- Die Einzelblüte hält nur einige Tage lang.
- Zur Blütenbildung brauchen sie im Winter kühle Temperaturen.
Heimat:
- Mexiko. Hidalgo, Oaxaca, Puebla, Querétaro und Veracruz.
- Hier in Gebirgsregionen, bis über 2000 m aufsteigend. Oft in Nebel verhüllt.
- Sie wachsen auf Felsen, Steine (lithophytisch) oder auf Bäumen in Astgabeln (epiphytisch) in Humusablagerungen. Wachsen dort an Schattenseiten.
Standort:
- gut in Zimmerkultur. Sie stehen im Sommer auch gerne im Freien (fördert die Vitalität), dann als Ampelpflanze am besten unter einen Baum hängen.
- Hell aufstellen, nur im Sommer vor Prallsonne schützen, aber so hell wie möglich.
- Halbschatten wird toleriert.
- Luftig, im Winter bei 5-10 °C.
- Trockene Luft wird bis zu einen gewissen Maß toleriert.
Pflege:
- mäßig feucht halten im Wachstum, im Sommer hoher Wasserbedarf aber nicht übertreiben sonst droht Fäulnis. Vor den nächsten Wassergaben immer oberflächlich abtrocknen lassen.
- Im Winter nur gelegentlich gießen, ziemlich trocken halten.
- Im Wachstum gut düngen (etwa monatlich mit Kakteendünger).
Substrat:
- sandige, durchlässige Kakteenerde.
- Möglicherweise ene Handvoll qualitative Blumenerde zugeben.
Vermehrung:
- Samen, im Wachstum meist Triebstecklinge von 6-10 cm in mäßig feuchter Erde.
- Vorher gut abtrocknen lassen. Wenn sie gut anwachsen, anfangs stutzen.
- Wenn man unbedingt pfropfen will, könnte man ein kleines Bäumchen ziehen indem man sie auf Eriocereus jusberti pfropft.
Arten und Hybriden:
- A.martianus.
- Es gibt auch Hybriden mit Phyllocacteen, Trichocereus und Heliocereus (wird neuerdings auch zu Disocactus gestellt). xAporophyllum ist eine Kreuzung mit Epiphyllum.
weitere Arten:
- A.conzattii (Disocactus martianus) benannt nach Prof. C.Conzattii, Ampelpflanze, hängend.
- A.flagriformis (Disocactus) hat etwas stärkere Triebe als der bekanntere A.flagelliformis (Disocactus). Dornen Anfangs rot. Heimat ist Südmexiko, Oaxaca.
- A.leptophis (A.flagelliformis, Disocactus) hat hängende, dünne Triebe. Heimat ist Mexiko.
- A.martianus (Disocactus) benannt nach Prof. Martius.
Schadbilder:
- Bei all zu trockener Luft Peitschen von allen Seiten besprühen (kalkfrei und lauwarm), sonst droht die Rote Spinne und Wollläuse.
- Vor allem bei gepfropften Pflanzen (was nicht nötig ist).
Fazit:
- Nummer eins Ampelpflanze.
- Keine Schmarotzer.
- Es gibt sie schon lange in Kultur.
- Leider werden sie im Handel nicht oft angeboten.
- Stecklinge werden eher von Liebhabern von Hand zu Hand weitergegeben.
- Sehr robust.
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