Opuntia microdasys (Hasenohrkaktus)

Veröffentlicht am 27. Mai 2026 um 16:38

Opuntia microdasys (Hasenohrkaktus)

Erstbeschreibung:

  • Pfeiffer 1837.

Beschreibung:

  • strauchiger Wuchs. In weißen, gelben (werfen im Winter Ohren ab) und rostbraunen Areolen mit Widehaken Dornen (Glochiden) im Handel gut zu finden, aber nicht immer.
  • Bis 45/60 cm. Es gibt auch zwergige Formen, diese sollte man auf kräftigen Unterlagen pfropfen. Pflegeleicht.

Blüten:

  • Sie gelten als blühfaul. Wenn sie denn erscheinen, dann im Sommer, leuchtend gelb.
  • Allerdings habe ich noch nie einen Hasenohrenkaktus blühen gesehen. 

Früchte:

  • folgen der Blüte in violett und rot. 

Heimat:

  • Mexiko.

Standort:

  • gut ganzjährig am sonnigen Fensterbrett zu halten, im Winter bei 10 °C und viel Licht, dann zeigen sie vielleicht ihre Blüten.
  • Trockene Luft liebend. Im Sommer stehen sie gerne im Freien.
  • Bei trockenen Stand werden kurzfristig bis zu -7 °C vertragen.

Pflegeschwere:

  • gilt als pflegeleicht

Pflege:

  • im Wachstum gießen und wieder gut abtrocknen lassen ehe man erneut gießt.
  • Ab und zu kalkfrei und lauwarm sprühen tut ihnen gut.
  • Mit Kakteendünger zurückhaltend düngen.
  • Im Winter trocken halten, bei mehr Wärme auch ab und zu etwas befeuchten.

Substrat:

  • etwas lehmige, durchlässige Kakteenerde.

Vermehrung:

  • Samen. Stecklinge (Ohren), 3 Tage abtrocknen lassen.
  • Dabei unbedingt Handschuhe verwenden.

Varitäten:

  • O.m. var rufida wird bis zu 1,5 m hoch. Rötlich-braune Glochiden.
  • O.m. var albispina mit weißen Glochiden. 
  • O.m. var albata mit weißen Glochiden die nicht stechen oder an der Haut kleben. 
  • forma minima sehr kleine Triebe.

Schadbilder:

  • nicht sehr anfällig. Woll- und Schmierläuse (am ehesten) können vorkommen, dann  mit Schnaps oder denaturierten Alkohol betupfen.
  • Vorsicht vor den winzigen Widehaken Dornen (Glochidien).
  • Sie lassen sich nur schwer aus der Haut ziehen und jucken oder brennen.  

Fazit:

  • beliebt und verbreitet in Kultur und sporadisch im Handel.
  • Am häufigsten zu sehen in den letzten Jahren aus meiner Sicht Arten mit weißen Areolen.
  • Auch zwergige Arten bei Hornbach, Obi & Co.