Quelle: Von Michael Wolf - Eigenes Werk, CC BY 2.5.
Arrojadoa
Erstbeschreibung:
- Britton & Rose 1920.
- Sie gaben den Namen der Gattung wegen Dr. M. Arrojado.
Namensgeber:
- nach Dr. Miguel Arrojado (Brasilien, Lisboa).
- Er war der Leiter der brasilianischen Eisenbahn.
- Er war Verantwortlich für die Erforschung des nicht einfachen Gebietes der bekannten Catinga Brasiliens.
Beschreibung:
- Dünne Triebe mit endständigen Blüten sehr auffällig.
- Niedrig bleibend, strauchig wachsend. Auch niederliegend.
- Triebe bis 2 m lang.
- Ringförmiges Cephalium. A.dinae wurde 1972 von Horst & Buining entdeckt.
- Dr. Miguel Arrojado. Botaniker, vielleicht auch Politiker.
- Keine Standardkakteen.
- Robustere Arten A.aureispina und A.rhodantha mit dickeren Trieben. Dünntriebige sind empfindlicher.
- Faserwurzler.
Heimat:
- ist das östliches Brasilien bis 1000 m, oft in Bahia, Minas Gerais.
- Dort wachsen sie auch zwischen Bromelien und Sträucher in felsigen Regionen.
Blüten:
- mehrfarbig, unverwechselbar, erscheinen bei richtiger Pflege ab den dritten bis vierten Jahr. Nachtblüten.
- Ältere Exemplare blühen im Sommer in mehreren Schüben.
- Nach der Blühphase treiben sie am Blütenansatz wieder aus.
Früchte:
- beerenartig.
Standort:
- direkt am Südfenster ganzjährig, auch im Zimmer.
- sonnig, hell, hitze- und wärmeliebend, Frost wird nicht vertragen.
- wichtig ist ein ganzjähriger luftiger Stand. Feuchte stehende Luft führt zu Fäulnis.
- Im Sommer gut im wärmegeschützen Freiland.
- Winterkälte wird nicht vertragen. Am besten bei 12-15 °C aufstellen.
Pflege:
- in der Wachstumsphase alle 2 Wochen, bei guten Wachstum wöchentlich durchdringend kalkfrei gießen und wieder völlig abtrocknen lassen.
- Staunäße führt sofort zu Fäulnis.
- dünntriebige auch im Winter etwas Feuchte geben damit sie nicht vertrocknen. Ziemlich trocken halten.
- Im Wachstum monatlich mit Kakteendünger versorgen.
Umtopfen:
- lehmige, sandige, steinige Kakteenerde.
- Plastiktöpfe verwenden wegen der Saugwurzeln. Da diese sich am Tontopf festsaugen, was ein Problem beim Umtopfen wird, weil sie die Wurzeln zu stark beschädigen könnten.
Vermehrung:
- Samen.
- Stecklinge.
Arten:
- A.albiflora kommt aus Brasilien (Bahia in 1000 m Höhe), ist die weiß bis orange-rote blütige Arrojadoa. Gelbliches Cephalium. Bis 50/6 cm.
- A.aureispina (Golddornige A.) kommt aus Brasilien, Bahia, auch unter Bromelien, epiphytisch auf Felsen. Sie wurde 1966 von Horst und Buining gefunden. Nicht zuviel gießen. Basal sprossend, bis 1 m hoch.
- A.canudosensis kommt aus Brasilien, Bahia, Catinga in tieferen Lagen. Bis 125/6 cm. Am besten pfropfen. Sie wurde 1971 von Horst gefunden.
- A.dinae kommt aus Brasilien (Bahia, Minas Gerais, in 900 m unter Bäume und Sträucher). Benannt nach Albert Buinings Frau Dina. Der kleine Strauch wird bis zu 30/2 cm. Sie wurde 1972 von Horst und Buining gefunden.
- A.d.eriocaulis kommt nur in Brasilien (Minas Gerais, in 900 m unter Bäume und Sträucher) vor. Bis 50/2 cm. Rote Blüten.
- A.heimenii kommt aus Brasilien (Minas Gerais). Er wächst Kleinstrauchig. Die Triebe werden bis zu 15 cm lang.
- A.marylaniae kommt aus Brasílien (Bahia, Quarzsand bis 750 m aufsteigend). Strauchig wachsend. Bis 3 m lang.
- A.penicillata (Pinselartige A.) kommt aus Brasilien (Bahia). Strauchig wachsend. Bis 2 m lang. Blüten sind rötlich und öffnen sich des Nachts. Die var decumbens ist stärker bedornt und liegend.
- A.rhodantha (inklusive oder ident mit A.aureispina) kommt aus Brasilien (Bahia, Piaui, Minas Gerais, in steinigen Regionen). Strauchig wachsend, klimmend. Bis 200/5 cm. Es gibt einige Unterarten. Einziger seiner Art der für Anfänger geeignet ist.
- A.theunissenianum kommt aus Brasilien, Bahia, Catinga in Trockenstrauch Vegetation in 600 m Höhe. Benannt nach J.Theunissen. Basal sprossend, bis 80/4 cm. Rosa Blüten.
Fazit:
- Insgesamt ungewöhnlich im Aussehen, auch selten im Handel zu finden.
- Eng verwandt mit Micranthocereus.
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