Adenium obesum (Desert Rose)

Veröffentlicht am 23. Mai 2026 um 21:21

Adenium obesum (Desert Rose)

Erstbeschreibung:

  • vom Botaniker Peter Forsskål 1775, sowie von Roemer und Schulte. 

Familie:

  • gehört zu Apocynaceae (Hundsgiftgewächse).

Beschreibung:

  • im Alter groß, um 2-3 m (in seltenen Fällen 4-6 m hoch) werdend, wachsen jedoch langsam, sodaß man einige Jahre Freude an den schönen Sukkulenten und Blüten hat.
  • Die Äste verzweigen sich nach der Blüte.
  •  Im Topf meist 30 bis 80 cm groß. 

Blüten:

  • erscheinen in der Heimat im blattlosen Zustand in der Trockenphase.
  • Sie werden von Insekten mit langen Rüssel bestäubt.
  • Fehlen Blüten sind meist Kulturfehler Schuld daran, vor allem falsches Gießen.
  • Auch zuviel Wärme kann auf Blühlosigkeit hindeuten, mir aber egal ich liebe die Wüstenrose, so wie sie ist ganzjährig.

Früchte:

  • erscheinen etwa 2-3 Monate nach der Befruchtung.

Heimat:

  • Aden einer Stadt in Jemen wo einige Arten vorkommen, in sandig-steinigen Regionen.
  • Obesum deutet auf den knolligen Caudex hin.
  • Der Caudex wächst unter der Erde schneller, in Kultur besser über Substrat halten.
  • Verbreitet in Afrika bis Arabiens.
  • In den Tropen und Subtropen Asiens verschleppt.
  • Bis über 2000 m aufsteigend.

Standort:

  • vollsonnig aufstellen (am besten ganzjährig), im Winter bei 12-13 °C dann blühen sie zuverlässig und halten eine Ruhezeit.
  • Man kann sie auch bei 18 °C halten ohne ausgeprägte Ruhephase. 
  • Bei mir stehen sie ganzjährig bei 24 °C und mehr im Sommer. 

Pflege:

  • es war ein deutscher Gärtner, Reinhard Schäfer, den es gelang die Wüstenrose auf den Oleander zu pfropfen.
  • Es leidet aber schon die Attraktivität wegen der bizarren Urform. Trockenheit schadet nicht.
  • Besser mehr als weniger gießen.
  • Maximal 1x pro Woche in der Wachstumsphase etwa von April bis Oktober gießen, wieder austrocknen lassen und von November bis März das gießen fast völlig einstellen.
  • Bei Trockenheit im Winter wird das Laub abgeworfen und geht in eine Ruhephase über. Sie treiben im Frühjahr wieder aus.
  • Ich gieße auch im Winter so bleibt sie ganzjährig belaubt und dünge mit Kakteendünger im Sommer. 

Umtopfen:

  • nach der Blüte. Bei Bedarf ab Ende Feber.
  • Wenn der Topf zu klein geworden ist und/oder das Substrat verdichtet ist.
  • Es wird ein 16er Topf empfohlen, bei mir steht er in einen Topf dieser Größe mit genügend Abzuglöcher und Seramis Beimischung in der qualitativen Kakteenerde. 

Vermehrung:

  • Samen (nur sie entwickeln einen Caudex) und Kopfstecklinge im März.  
  • Das Pfropfen auf Oleander würde ich den Gärtner überlassen.

Schadbilder:

  • Staunässe und kalte Füße werden nicht vertragen. Dann droht schnell Fäulnis.
  • Läuse und Rote Spinne.
  • Braune Blätter deuten auf Nährstoffmangel oder zuwenig Wasser hin. Auch gelbe Blätter deuten auf Wassermangel hin.
  • Bei einer Überwässerung zeigen sich gelbe, geschwollene und durchscheinende Blätter, die sogar aufplatzen können, weil sie mit Wasser überfüllt sind.
  • Wird das nicht erkannt, folgen braune bis schwarze Blätter, welche bei Berührung sofort abfallen.
  • In weiterer Folge droht Fäulnis und der Tod der schönen Wüstenrose. 

Fazit:

  • Früher nirgendwo im Handel zu sehen, nur in botanischen Gärten.
  • Der Milchsaft der giftig ist, wird von den Einheimischen auch als Pfeilgift verwendet.
  • Sehr beliebt. Es gibt verschiedene Zuchtformen mit vielen Namen, verschiedenen Blütenfarben und Blütenkombinationen, mit korkiger Rinde, reich verzweigte Zwergformen (Sorte Mombasa).