Xiphophorus - Platys & Schwertträger

Veröffentlicht am 21. Mai 2026 um 21:59

Xiphophorus maculatus (Platy)

Ersteinführung:

  • durch deutsche Zierfischzüchtereien 1907.

Beschreibung:

  • Bis 6 cm, Männchen 4 cm, auch am Gonopodium (Begattungsorgan) zu erkennen.
  • Sehr friedlich auch untereinander. Am besten eine Gruppe mit Weibchenüberhang pflegen.
  • Will man nicht Nachwuchs haben dann getrenntgeschlechtlich halten. 

Zuchtformen:

  • werden Züchtungen übertrieben, kann es dazu führen das viele Aquarienstämme nicht mehr so robust sind und krank werden oder früher sterben.

Alter:

  • bei guter Pflege 3-5 Jahre.

Heimat:

  • Mexiko bis Mittelamerika.
  • Leben hier in Gruppen und weiden Algen und Mikroorganismen ab von Steinen. 

Aquarium:

  • ab 54 liter (60x30x30 cm). Pflanzenreich einrichten.
  • sie schwimmen ium oberen bis mittleren Bereich. Ausreichend Schwimmraum belassen.
  • hartes Wasser, ph 7-8,3 und 20 °dgh wären ideal. 18-25 °C.
  • nur eine mäßige Strömung bieten für X.variatus, etwas mehr für Hybriden und X.m. bieten.
  • Ideale Pflanzen im harten Wasser sind Vallisnerien und Javafarn sowie Taxiphyllum und Javamoose.
  • Es wird sogar Nitrit in der Einfahrphase vertragen. Tun sollte man es aber nicht.

Futter:

  • keine Ansprüche, Allesfresser.
  • Auch pflanzlich wie Salat, Algen.

Vergesellschaftung:

  • sehr gut fürs ruhige Gesellschaftsbecken geeignet.
  • Mit Salmler wie Neons, andere ruhige Schwarmfische, Welse.

Ähnlich ist:

  • X.variatus, mit X.m. kommt es leicht zu Hybriden. Der Papageienplaty kommt vom südlichen Mexiko. Ersteingeführt 1931 in Deutschland. Weibchen 6-7 cm groß, Männchen 5-6 cm. Sie lieben einen Temperaturbereich von 15-25 °C. Zuchtformen ab 21 °C. Hybriden wie X.m. Bei den vielen Zuchtformen ist die Zuchtform Marigold am bekanntesten und schönsten. Aber es gibt noch viele andere Farbkombinationen die nicht minder schön sind. 

weitere Arten:

  • X.montezumae kommt aus Mittelamerika. Im Handel noch nicht gesehen, wenger robust als andere X. Arten. Nicht so farbenfroh wie X.m und X.v. 
  • X.pygmaeus lokal in Mexiko verbreitet, im Handel nicht zu sehen. Unscheinbar gefärbt.

Zucht:

  • Lebendgebährend. Einige wenige Jungfische pro Wurf. Jungtiere sind nach 4 Monaten bereits zeugungsfähig.
  • Zum Jungtierschutz eignen sich hervorragend Javamoos oder Taxiphyllum Moose. 

Fazit:

  • äußerst beliebt, vertragen auch Nitrit in kleinen Mengen zäh, putziger und geselliger Schwarmfisch, viele Zuchten, schnell hybridisierend mit ähnlichen Fischen.
  • Platys (auch andere Lebendgebärende, besonders Mollys) sollte man nicht mit Regenbogenfische vergesellschaften weil einige Arten diese belästigen und an der Schleimhaut knabbern, was den RBF natürlich nicht gut tut.

🎬 Platy Baby Hannes J.Krammer

Xiphophorus helleri (grüner Schwertträger)

Ersteinführung:

  • Schroot 1909. 

Beschreibung:

  • Schwertträger werden bis zu 14 cm groß. Die Schwertlänge der Männchen mit Gonopodium (Begattungsorgan) beträgt bis zu 1/3 des Körpers.
  • Weibchen sind runder mit Laichfleck.
  • Friedlich auch zu kleinen Fischen, auch den eigenen Nachwuchs wird selten nachgestellt.
  • Es kann aber schon mal vorkommen, das sie einige Jungtiere (kannibalisch) fressen.
  • Es bleiben aber genug übrig welche hochkommen.
  • Pro Aquarium vor allem in kleinen Behälter nur 1 Männchen mit mehreren Weibchen halten oder mehrere Männchen, aber unbedingt mit Weibchenüberhang.
  • Bei nur 2 (viele Machtkämpfe) oder 3 Männchen kann es vorkommen das die schwächeren Männchen nicht mehr ans Futter kommen und verhungern. 

Alter:

  • bei guter Pflege 3-5 Jahre.

Geschlechtsumwandlung:

  • früher wurde oft behauptet das sich Weibchen in Männchen umwandeln können.
  • Was aber nicht erwiesen ist.
  • Wahrscheinlcher ist das es sich um Spätmännchen handelt oder Weibchen mit männlichen Anteilen. 

Familie:

  • Poeciliidae (Lebendgebärende Zahnkarpfen).

Heimat:

  • Mexiko bis Mittelamerika.
  • Hier weiden sie Algen (inklusive Mikroorganismen) von Steinen ab.
  • Im Aquarium findet man meist Zuchtformen.
  • Davon gibt es viele.

Aquarium:

  • hell beleuchtete Aquarien ab 112-160 liter.
  • Pflanzenreich einrichten. 22-28 °C.
  • viel freien Schwimmraum belassen. Sie schwimmen im oberen bis mittleren Bereich.
  • Es wird sogar Nitrit in der Einfahrphase vertragen. Tun sollte man es aber nicht.
  • ein ph Wert von 7-8,3 und ein gh von 12-30 °dgh ist wünschenswert. Zu weiches Wasser ist nicht empfehlenswert.

Futter:

  • keine Ansprüche, auch pflanzlich wie Salat, Algen.
  • Trotzdem sollte die Nahrung hauptsächlich tierische Anteile haben. 

Vergesellschaftung:

  • in der Heimat leben sie mit kleineren mittelamerikansichen Cichliden (Buntbarsche) wie Thorichthys Arten, auch Cichlasoma/Cryptoheros.
  • Natürlich braucht man dann auf den Nachwuchs der Schwertträger nicht spekulieren, diese werden von den Buntbarschen gefressen.
  • Mit Salmler wie Neons, andere ruhige Schwarmfische, Welse.
  • Nicht zu klein sonst enden sie im Maul.

Zucht:

  • Lebendgebährend.
  • Alte, große Weibchen können sehr viele Jungfische produzieren. 

Zuchtformen:

  • es gibt Schleierformen, mit oranger Grundfärbung und Blauvarianten in der Musterung und Linie.
  • Es gibt Zuchtformen mit vielen Schwarz und hellblauen Pünktchen sowie orangen Schleierform.
  • Es gibt orange Hybriden mit anderen Lebendgebärenden.
  • Es entstehen stets neue Zuchten, meist mit viel Orangeanteilen.  

Fazit:

  • seltener im Handel als die ähnlichen Platys.
  • Sie brauchen mehr Platz und Aufmerksame Pflege.
  • Auch sollte man Lebendgebärende nicht mit Regenbogenfische vergesellschaften weil einige Arten diese belästigen und an der Schleimhaut knabbern, was den RBF natürlich nicht gut tut.