Aporocactus flagelliformis (Disocactus)

Veröffentlicht am 21. Mai 2026 um 08:18

Foto

diesen Schlangenkaktus (Peitschenkaktus) habe ich in Verbindung mit Brutblatt (Kalanchoe, Sukkulente) bei einer Fortbildung in der Steiermark gesehen.

Hinweis:

Er war der Kaktus des Jahres 2024.

Aporocactus flagelliformis (Disocactus)

Erstbeschreibung

  • Barthlott 1991.

Beschreibung

  • Die Ampelpflanze (epiphytisch, verzweigt, überhängend) entwickelt bis zu 1,5 m lange Triebe und 2 cm dicke (in Kultur meist bis 60 cm). 
  • Die Dornen, Haare sind tükisch und können ganz schön stechen. 
  • Es gibt insgesamt 5 Arten von Aporocactus, die anderen werden selten gepflegt.
  • Um 1700 nach Europa gelangt.

Blüten:

  • die tollen, unverwechselbaren rosa bis rote Blüten erscheinen von März bis Juni.
  • in der Natur werden sie von Kolibris bestäubt.
  • Die typische Einzelblüte wird bis zu 10 cm lang.
  • Die Einzelblüte hält nur einige Tage lang.
  • Zur Blütenbildung brauchen sie im Winter kühle Temperaturen. 

Heimat:

  • Mexiko. Hidalgo, Oaxaca, Puebla, Querétaro und Veracruz.
  • Hier in Gebirgsregionen, bis über 2000 m aufsteigend. Oft in Nebel verhüllt.
  • Sie wachsen auf Felsen, Steine (lithophytisch) oder auf Bäumen in Astgabeln (epiphytisch) in Humusablagerungen. Wachsen dort an Schattenseiten.

Standort:

  • gut in Zimmerkultur. Sie stehen im Sommer auch gerne im Freien (fördert die Vitalität), dann als Ampelpflanze am besten unter einen Baum hängen.
  • Hell aufstellen, nur im Sommer vor Prallsonne schützen, aber so hell wie möglich.
  • Halbschatten wird toleriert.
  • Luftig, im Winter bei 5-10 °C.
  • Trockene Luft wird bis zu einen gewissen Maß toleriert. 

Pflege:

  • mäßig feucht halten im Wachstum, im Sommer hoher Wasserbedarf aber nicht übertreiben sonst droht Fäulnis. Vor den nächsten Wassergaben immer oberflächlich abtrocknen lassen.
  • Im Winter nur gelegentlich gießen, ziemlich trocken halten.
  • Im Wachstum gut düngen (etwa monatlich mit Kakteendünger). 

Substrat:

  • sandige, durchlässige Kakteenerde. 
  • Möglicherweise ene Handvoll qualitative Blumenerde zugeben.

Vermehrung:

  • Samen, im Wachstum meist Triebstecklinge von 6-10 cm in mäßig feuchter Erde.
  • Vorher gut abtrocknen lassen. Wenn sie gut anwachsen, anfangs stutzen.
  • Wenn man unbedingt pfropfen will, könnte man ein kleines Bäumchen ziehen indem man sie auf Eriocereus jusberti pfropft. 

Arten und Hybriden:

  • A.martianus.
  • Es gibt auch Hybriden mit Phyllocacteen, Trichocereus und Heliocereus (wird neuerdings auch zu Disocactus gestellt). xAporophyllum ist eine Kreuzung mit Epiphyllum.

weitere Arten:

  • A.conzattii (Disocactus martianus) benannt nach Prof. C.Conzattii, Ampelpflanze, hängend.
  • A.flagriformis (Disocactus) hat etwas stärkere Triebe als der bekanntere A.flagelliformis (Disocactus). Dornen Anfangs rot. Heimat ist Südmexiko, Oaxaca.
  • A.leptophis (A.flagelliformis, Disocactus) hat hängende, dünne Triebe. Heimat ist Mexiko.
  • A.martianus (Disocactus) benannt nach Prof. Martius. 

Schadbilder:

  • Bei all zu trockener Luft Peitschen von allen Seiten besprühen (kalkfrei und lauwarm), sonst droht die Rote Spinne und Wollläuse.
  • Vor allem bei gepfropften Pflanzen (was nicht nötig ist).

Fazit

  • Nummer eins Ampelpflanze.
  • Keine Schmarotzer.
  • Es gibt sie schon lange in Kultur.
  • Leider werden sie im Handel nicht oft angeboten.
  • Stecklinge werden eher von Liebhabern von Hand zu Hand weitergegeben.
  • Sehr robust.

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