Aporocactus flagelliformis (Disocactus)

Veröffentlicht am 26. Februar 2026 um 20:43

Aporocactus flagelliformis (Disocactus)

Foto

diesen Schlangenkaktus (Peitschenkaktus) habe ich in Verbindung mit Brutblatt (Kalanchoe, Sukkulente) bei einer Fortbildung in der Steiermark gesehen.

Info

Nummer eins Ampelpflanze. Keine Schmarotzer. Es gibt sie schon lange in Kultur. Seit den 1700er, leider werden sie im Handel nicht oft angeboten. Stecklinge werden eher von Liebhabern von Hand zu Hand weitergegeben. Sehr robust.

Erstbeschreibung

Barthlott 1991.

Beschreibung

Die Ampelpflanze (epiphytisch, verzweigt, überhängend) entwickelt bis zu 1,5 m lange Triebe und 2 cm dicke (in Kultur meist bis 60 cm). Die Dornen, Haare sind tükisch und können ganz schön stechen. Es gibt insgesamt 5 Arten von Aporocactus, die anderen werden selten gepflegt.

Blüten:

die tollen, unverwechselbaren rosa bis rote Blüten erscheinen von März bis Juni. Die typische Einzelblüte wird bis zu 10 cm lang. Leider kurzlebig. Die Einzelblüte hält nur einige Tage lang. Zur Blütenbildung brauchen sie im Winter kühle Temperaturen. 

Substrat:

Kakteenerde mit etwas Blumenerde und Rindenmulch mischen. Sie gedeihen aber auch in Standard Kakteenerde gut. Selten umtopfen, sie mögen das nicht so gerne, etwa alle 3-4 Jahre wenn nötig. 

Heimat:

Mexiko. Sie wachsen auf Felsen, Steine (lithophytisch) oder auf Bäumen in Astgabeln (epiphytisch) in Humusablagerungen. Wachsen dort an Schattenseiten.

Standort:

gut in Zimmerkultur. Sie stehen im Sommer auch gerne im Freien, dann als Ampelpflanze am besten unter einen Baum hängen. Hell aufstellen, nur im Sommer vor Prallsonne schützen, aber so hell wie möglich. Halbschatten wird toleriert. Luftig, im Winter bei 11-14 °C. Trockene Luft wird bis zu einen gewissen Maß toleriert. Bei all zu trockener Luft Peitschen von allen Seiten besprühen (kalkfrei und lauwarm), sonst droht die Rote Spinne.

Pflege:

mäßig feucht halten, im Sommer hoher Wasserbedarf aber nicht übertreiben sonst droht Fäulnis (in der Regel alle 2-3 Wochen gießen). Oberflächlich immer abtrocknen lassen. Im Winter gelegentlich gießen. Im Wachstum gut düngen (etwa monatlich mit Kakteendünger)

Vermehrung:

Samen, im Wachstum meist Triebstecklinge von 6-10 cm in mäßig feuchter Erde. Vorher gut abtrocknen lassen. Wenn sie gut anwachsen, anfangs stutzen. Wenn man unbedingt pfropfen will, könnte man ein kleines Bäumchen ziehen indem man sie auf Eriocereus jusberti pfropft. 

Schadbilderdie Rote Spinne bei trockener Luft, vor allem bei gepfropften Pflanzen (was nicht nötig ist).

Arten und Hybriden:

A.martianus.

Es gibt auch Hybriden mit Phyllocacteen, Trichocereus und Heliocereus (wird neuerdings auch zu Disocactus gestellt). xAporophyllum ist eine Kreuzung mit Epiphyllum.

weitere Arten:

A.conzattii (Disocactus martianus) benannt nach Prof. C.Conzattii, Ampelpflanze, hängend.

A.flagriformis (Disocactus) hat etwas stärkere Triebe als der bekanntere A.flagelliformis (Disocactus). Dornen Anfangs rot. Heimat ist Südmexiko, Oaxaca.

A.leptophis (A.flagelliformis, Disocactus) hat hängende, dünne Triebe. Heimat ist Mexiko.

A.martianus (Disocactus) benannt nach Prof. Martius. 

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