Bonsai winterharte Arten + Zimmerbonsais 🌳

Veröffentlicht am 21. Januar 2026 um 21:47

Ulmus parviflora, chinesische Ulme

Info:

entwickelt kleine Blätter. Wird auch mit der Zelkova verbreitet. Beliebteste Ulmenart als Bonsai.

Heimat:

kommt aus Südostasien, Südasien und ist vor allem in China verbreitet. Dort bis 25 m hoch und 1 m Stammdurchmesser.

Blüten:

erscheinen in der Heimat von August bis Oktober. Es folgen geflügelte Früchte.

Standort:

am besten frostfrei bei bis zu 10 °C überwintern, nicht wärmer. Nicht winterhart. Je nach Überwinterungstemperatur Lauberhaltend oder Laubwerfend. Im Neutrieb wechseln sie das Laub im Frühjahr. 

Pflege:

großzügig gießen, sobald die Erde trocken wird. Staunässe und länger anhaltende Trockenheit muss vermieden werden. Idealerweise im Wachstum flüssig und organisch düngen. 

Formschnitt:

sie läßt sich gut beschneiden (bis zum alten Holz) und treibt auch willig wieder aus. Nimmt in der Dicke schnell zu. Triebe wachsen lassen bis sich 3 oder 4 Knoten gebildet haben, dann auf 1-2 Blätter zurückschneiden. Große Äste im Oktober/November schneiden. Läßt sich durch Spannen und drahten gut in Form bringen. 

Umtopfen:

junge alle 2 Jahre im Frühjahr umtopfen, ältere seltener. Am besten in spezielle, durchlässiger Bonsaierde. Verschlungene Wurzeln gewissenhaft beschneiden. 

Vermehrung:

am besten im Wachstum halbverholzte Stecklinge bewurzeln lassen. Das gelingt gut. 

Schadbilder:

Spinnmilben und Schildläuse kommen bei zu trockener Luft vor allem im Winter vor. Rechtzeitig bekämpfen. Bedingungen ändern. Systemische Mittel werden oft schlecht vertragen. Die Bonsais reagieren dann oft mit heftigen Blattfall. 

Bonsai pflege draussen mit Regenschutz, so gehts

Info:

frostfeste Schale verwenden.

Bonsai-Flüssigdünger:

spezieller Dünger, kann aufgrund seines geringeren Stickstoffgehalts auch bei geringem Gebrauch die benötigte Anzahl Nährstoffe geben.

was bedeuten Kerzen bei Nadelhölzer:

Die jungen, weiblichen Blütenstände leuchten wie rote Kerzen vor dem frischen Grün der Nadeln, und wenn sie reif sind, hängen sie nach unten.

Pinzieren bedeutet:

das Entfernen der Endknospe oder der Triebspitze mit den Fingern.

Standort:

Im Garten versenken samt Schale bis oberhalb des Wurzelhalses in die Erde. Auch Schneefall macht nix in der Regel. Auf dem Balkon oder der Terrasse in eine Holzkiste stellen. Diese mit trockenem Laub, Stroh oder Rindenmulch füllen. Windgeschützt draußen vor Prallsonne geschützt aufstellen. Regelmäßig drehen um einen einseitigen Wuchs zu vermeiden. 

Pflege:

bei Hitze im Sommer kann es sein das man 2x im Tag gießen muß, im Winter nur an frostfreien Tagen.

Umtopfen:

im Frühjahr wenn sich Knospen zeigen. 

Acer palmatum, japanische Fächerahorn

Beschreibung:

Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Der laubwerfende Baum wird in der Heimat bis 15 m hoch. Schönes Herbstlaub. Aufrecht wachsend, Schirmförmige Krone. Hängenden Wuchs und Totholz vermeiden.

Heimat:

kommt aus Japan, China und Korea. Auch auf Bergregionen in Wälder aufsteigend.

Formen:

Gut für Anfänger geeignet. Er läßt sich gut gestalten. Dicke Äste im Mittsommer oder Spätherbst beschneiden. Drahten eher vermeiden. Weiche Äste im Frühjahr formen. Kleinere Formschnitte kann man ganzjährig durchführen.

Blüten:

erscheinen ab Mai.

Vermehrung:

Samen werden bei Reife braun. Auch durch Stecklinge und abmoosen leicht vermehrbar. 

Pflege:

Sie brauchen ganzjährig Flüssigdünger. Man kann auch organisch düngen, was vorzuziehen ist.

Substrat & Umtopfen:

Durchlässiges Bonsaisubstrat (oder Gartendünger mit Blumenerde abmischen) geben. Im März/April in einen größeren Topf setzen. Darauf achten, dass der Topf am Boden Löcher hat, damit das Wasser gut ablaufen kann. Am besten alle 2 Jahre in Verbindung mit einen kräftige Wurzelschnitt. 

Standort:

Sie lieben viel Sonne. Luftig aufstellen. Im Hochsommer vor Prallsonne schützen. Bei viel Sonne brauchen sie viel kalkfreies Wasser. Wenn man leicht schattiert etwas sparsameres gießen möglich. Es kann sein im Sommer das man täglich mehrmals zur Gießkanne greifen muß. Im Herbst allerdings wollen sie die volle Sonne, damit sich das Laub schön ausfärbt.  Unter Dach überwintern. Stets windgeschützt aufstellen. Winterhart, vor allem feine, dünne Äste mit Windschutz vor Austrocknung schützen, eventuell bei frostfreier Erde gießen. Bei Temperaturen unter -10 °C etwas schützen. 

Schadbilder:

Bei Neuaustrieb im Frühling und im Herbst ist ein Befall von Blattläusen möglich, dann bekämpfen. Es gibt verschiedene Pilzerkrankungen. Sehr gefährlich ist der Pilz Verticillium, dann bis zum alten Holz zurückschneiden. Nicht bekämpfbar. Oft auch von Schneidewerkzeuge übertragen. Diese Werkzeuge immer gründlich desinfizieren. Bei vertrockneten Blättern und dürren Zweigen kann man von diesen Pilz ausgehen. Insbesondere im Sommer bei trocken-warmer Witterung werden die Hinweise auf eine Infektion sichtbar.

Cotoneaster sp, Zwergmispel

Info:

Für Einsteiger.

Beschreibung:

Manche Arten sind laubwerfend, andere immergrün. Auch buschförmig wachsend. Um 10 cm pro Jahr. 

Blüten:

erscheinen von April bis Juli. Es folgen bald rote Früchte. Vögel haben die kleinen Früchte zum Fressen gern, man kann sich durch ein Netz schützen diesbezüglich.

Heimat:

kommt aus Asien.

Standort:

Sonnig aufstellen. Unter Dach überwintern. Benötigt keinen besonderen Winterschutz. 

Pflege:

Sie brauchen ganzjährig Flüssigdünger. Viel gießen. Öfters drehen.

Schnitt:

das ganze Jahr möglich, drahten nicht nötig. Gut schnittverträglich. Wegen des langsamen Wachstums fast kein Schnitt nötig. Vertrocknete Pflanzenteile sollten im Frühjahr oder Herbst entfernt werden. 

Substrat:

Durchlässiges Bonsaisubstrat geben.

Schadbilder:

Anfällig für Feuerbrand. Bonsaiarten werden selten davon befallen.

Crataegus monogyna, Weißdorn

Info:

ist ein sehr schnittverträgliches Laubholz. Verträgt einen kompletten Rückschnitt. Gut für Anfänger geeignet.

Beschreibung:

Sparriger, buschförmiger Wuchs. Die kleinen Blätter eignen sich gut als Bonsai. Tiefwurzler. Selbst ausgegrabene wachsen oft schlecht an und gehen ein. Wenn sie sich aber etabliert haben sind sie recht unkompliziert wenn sie genug Wasser bekommen. 

Heimat:

Kommt aus Europa.

Alter:

Er kann mehrere hundert Jahre alt werden. 

Weiße Blüten:

erscheinen ab Mai.

Früchte:

Der Blüte folgen rote Beeren. 

Standort:

Sonnig bis halbschattig aufstellen. Unter Dach überwintern. Auch gegen Wind recht robust. 

Pflege:

Sie brauchen ganzjährig Flüssigdünger. Viel gießen. Öfters drehen.

Formschnitt:

Stammwuchs fördern. Schnitt ganzjährig möglich, Blüten aussparen. Dornen stets entfernen. 

Substrat:

Durchlässiges Bonsaisubstrat geben. Sie lieben einen kalkhältigen und nährstoffreichen Boden. 

Schadbilder:

Manchmal von Blattläusen befallen. Anfällig für Feuerbrand (Wirtspflanze für den Erreger der Birnenbäume befällt, bakterielle Erkrankung). Bonsaiarten werden selten davon befallen. 

Fagus sylvatica, Rotbuche

Info:

braucht aufmerksame Pflege, aber nicht so schwierig.

Beschreibung:

Schöne Herbstfärbung. Laubbaum.

Heimat:

Kommt aus Mitteleuropa, bei uns in höheren Regionen zu finden, auch im Burgenland.

Blüten:

erscheinen ab April.

Früchte:

Die Kapselfrüchte ab Oktober, oft sehr reichlich zumindest im Freiland.

Vermehrung:

am besten durch Samen vermehren. Stecklinge wurzeln schlecht. 

Substrat:

Mineralisch, durchlässige Bonsaierde. Alle 2 Jahre im Frühjahr umtopfen bevor sich die Knospen öffnen. Ältere seltener umtopfen.  

Standort:

Sonnig bis halbschattig und luftig aufstellen. Unter Dach überwintern. In Schalen gehalten gut vor Frost schützen siehe oben bei den Hinweisen. 

Pflege:

Ganzjährig mit Flüssigdünger versorgen, oder organisch düngen. Viel gießen, nicht zu kalkhältig. Niemals austrocknen lassen aber auch vor Staunäße bewahren. Im Winter auch leicht feucht halten. Öfters drehen.

Formschnitt:

Große Blätter wegzupfen. Schnitte ganzjährig möglich, bis ins alte Holz zurückschneiden im Juni, vor allem in der Krone. Größere Äste können im Frühling beschnitten werden, bevor die Knospen sich öffnen. Große Endknospen entfernen. Neutrieb auf 2 Blätter zurückschneiden, nach Ausreifung. 

Schadbilder:

Gegen die Buchenwolllaus prophylaktisch im Winter mit Paraffinölhältigen Mitteln spritzen. Auch gegen Mehltau und Schildläuse anfällig. Chemisch vorgehen und Bedingungen verbessern. Fäulnis und gelbe Blätter (Chlorose) bei zuviel Kalk und zuviel Wasser. 

Juniperus chinensis, Chinesischer Wacholder

Info:

braucht aufmerksame Pflege, aber nicht so schwierig.

Beschreibung:

Aufrecht, buschiger Wuchs. Auffällig sind die Totholz Bonsais. Auffällig ist auch das Violettbraune Winterlaub, vor allem bei Froststress.

Heimat:

Das Nadelholz kommt aus Asien.

Blüten & Früchte:

ab März, kugelige Früchte reifen 1-2 Jahre.

Standort:

Unter Dach überwintern. Liebt viel Sonne. Bei Temperaturen unter -10 °C schützen.  

Pflege:

gut gießen aber nicht übertreiben, lieber trockener als zu feucht halten und wöchentlich mit Flüssigdünger versorgen. man kann auch monatlich organisch düngen. Öfters kalkfrei und lauwarm einsprühen, besonders in der Umtopfzeit.

Formschnitt:

Kleine Schnitte sind immer möglich, größere ab Juni bis ins alte Holz. Langtriebe öfters entfernen wenn die finale Größe erreicht wurde. Oft werden sei schon als junger Baum gedrahtet. Sie lassen sich gut biegen, wobei dann auch bizarre Formen entstehen. 

Substrat:

Mineralisch, durchlässige Bonsaierde. Alle 2 Jahre umtopfen. Wurzeln nicht zu stark beschneiden. 

Vermehrung:

Samen, Stecklinge. 

Schadbilder:

Leider sehr anfällig für die Rote Spinne und Schildläuse. Sehr lästig und schwer zu bekämpfen. Früherkennung ist wichtig, sofort handeln, uU. auch für einen gewissen Rost (Birnengitterrost). Bei guter Pflege und nicht zu dichten Nadeln aber relativ robust. Im Nadeldickicht können sich Schädlinge verstecken. 

Larix decidua, Lärche

Beschreibung:

Nadelholzgewächs für Anfänger. Einer der beliebtesten Bonsais draußen. Robust und unkompliziert. Sie haben eine leuchtende Färbung im Herbst. Sie ist der einzige heimische Nadelbaum, der im Herbst/Winter die Nadeln abwirft. Aufrecht wachsend, Äste leicht hängend. Schon nach ein paar Jahren wird die Rinde rau und borkig.

Familie:

Kieferngewächse.

Blüten & Früchte:

Hängende, gelbe, männliche Blüten ab März. Stehende, rote, weibliche Blüten (Zapfen) im September. Braune Zapfen gibt es im November. Erste Blüten erscheinen ab etwa 15 Jahren. Mineralisch, durchlässige Bonsaierde. Wenn sich die Knospen öffnen, umtopfen. Dabei auch Wurzelschnitte durchführen was bei Lärchen immer etwas heikel sein kann. 

Heimat:

kommt aus Europa (Alpen, Karpaten, Sudeten).

Standort:

so sonnig wie möglich aufstellen. Unter Dach windgeschützt und schattig überwintern. Sonst kein spezieller Schutz nötig. 

Pfege:

Im Wachstum von April bis September wöchentlich flüssig düngen, sie brauchen viel Nahrung. Mäßig gießen, Wurzeln stets feucht halten ohne Staunäße. Im Winter weniger befeuchten als im Sommer. Öfters drehen.

Formschnitt:

Anfang Juni beschneiden. Schirmform nicht so gut geeignet. Triebe erst beschneiden wenn die Endknospen an den Langtrieben zu sehen sind. Neuaustrieb belassen. Nur wenige weibliche Zapfen stehen lassen. Drahten kann man im Herbst nach Laubfall wenn man das will. Nach den Drahten eine zeitlang warm halten. 

Substrat:

Jungpflanzen in gute, luftige Bonsaierde jährlich Anfang März umtopfen, alte etwa alle 5 Jahre.

Vermehrung:

Samen, Stecklinge.

Schadbilder:

Lärchenblattlaus läßt die Nadeln einknicken. Prophylaktisch im Winter und vor Austrieb mit Insectizid spritzen. Durch saugende Schädlinge geht der Bonsai zwar nicht ein, es schaut aber nicht schön aus und vor Ausbreitung sollte man auf jeden Fall was tun. 

Picea abies, Rotfichte

Info & Beschreibung::

ist ein Bonsai Nadelholz für Fortgeschrittene. Nicht einfach zu halten, weil sie immer wieder versuchen den Bemühungen durch alte Wuchsform entgegenzuwirken. So ein Biest. Bis 60 m hoch werdend bei uns. Prägende Waldpflanze. Flachwurzler. Die Äste zeigen abwärts. 

Blüten:

Männliche Blüten sind rot, weibliche rötlich. Sie erscheinen ab Mai. Die Typischen Zapfen, die nach unten hängen erscheinen im Herbst.

Heimat:

Aufrecht wachsend. Einheimische Art. Wie bei den Naturformen haben auch sie einen hellgrünen Austrieb im Frühjahr.

Standort:

Vollsonnig im Wachstum bis halbschattig im Winter aufstellen. Öfters drehen. Unter Dach und Windschutz winterhart.

Pflege:

Mit Flüssigdünger (am besten eisenbetont, wöchentlich) oder organischen Dünger versorgen von Mai bis September. Mäßig gießen, die Wurzeln immer feucht halten. Gießen und an- aber nicht abtrocknen lassen. Im Winter weniger befeuchten. Trockenheit und Staunäße wird nicht vertragen. 

Formschnitt:

Alte Exemplare haben auch Totholz. Neutriebe im Frühsommer pinzieren. Gipfel stärker auslichten. Mitteltrieb entfernen. Besenform vermeiden. Die biegsamen Äste lassen sich gut formen. Sie brauchen aber lange, oft Jahre bis sie so bleiben wie wir es sich vorstellen. Meistens muß man wiederholt drahten. Der richtige Zeitpunkt ist August und März. Im Sommer nicht drahten, das schadet der Pflanze. 

Substrat:

alle 2-4 Jahre sind durchlässige, Struktur stabile Erde umtopfen. Sehr alte Bonsais seltener. Wurzelschnitte vorsichtig durchführen, werden oft schlecht vertragen, besonders bei älteren Exemplaren. 

Vermehrung:

Samen, Stecklinge im August. 

Schadbilder:

Auf Sitka Fichtenlaus achten, kommen bei Bonsais selten vor. Es gibt viele spezielle Fichtensauger, auch Fichtenspinnmilben. Nicht irgendein Mittel verwenden, beim Gärtner nachfragen. 

Pinus nigra, Schwarzkiefer

Beschreibung:

ist ein wunderschöner. Ein groß werdender Solitärbonsai, ein Nadelholz für Fortgeschrittene. Kieferngewächse (Pinaceae).

Gelbe Blüten:

erscheinen von April bis Juli. Zapfen erscheinen im Herbst.

Heimat:

ist Süd- und SO Europa. Weltweit in gemäßigten Zonen verbreitet. Bis 2000 m aufsteigend. 

Standort:

sie möchte sonnig bis halbschattig stehen. Öfters drehen. Unter Dach überwintern. Windschutz ist wichtig, aber auch ganz gut Windresistent, zumindest im Alter. Sicher winterhart. 

Pflege:

viel gießen, aber das Wasser muß gut abfließen können, Staunäße wird nicht vertragen. Wasserhärte egal. 

Formschnitt:

Aufrecht wachsend, Besenform vermeiden. Neuaustrieb Mitte August komplett entfernen. Primär den Stamm verdicken, später auf Details eingehen

Substrat:

völlig unkompliziert bei den Substratansprüchen. 

Schadbilder:

Auf Raupenbefall achten.

Pinus parviflora, Mädchenkiefer

Beschreibung:

ein Nadelgehölz mit toller Borke für Fortgeschrittene Pfleger.

Standort:

Sonnig bis halbschattig aufstellen.

Blüten:

Männliche Blüten in Quirlen ab Mai. Weibliche Blüten sind endständig. Bei Befruchtung entstehen Zapfen im Herbst.

Heimat:

Kommt vom südlichen Asien.

Standort:

Unter Dach überwintern. Es werden Temperaturen bis -23 °C vertragen. 

Pflege:

Ganzjährig düngen. Im Sommer mäßig gießen, vor Staunäße und Trockenheit bewahren. Im Winter etwas weniger befeuchten, austrocknen darf das Substrat nicht. 

Formschnitt:

Aufrechter Wuchs, Schirmform vermeiden. Totholzpartien können vorkommen. Neuaustrieb nach dem Strecken der Kerzen um 2/3 abdrehen. Blüten schnell entfernen. Zu lange Triebe kappen. Auf einen näher liegenden Seitenast kürzen. Anfangs Stammdicke fördern, erst später die Verzweigung. Bester Zeitpunkt ist von Anfang April bis Ende Mai und von Anfang Juli bis Ende September. Die Kronen auslichten, pinzieren im Frühjahr bevor sich die neuen Nadeln der neuen Kerzen strecken. 

Substrat:

Mineralische, sandige, durchlässige Bonsaierde. Keine großen Bodenansprüche. 

Schadbilder:

Im Frühjahr auf Raupenbefall achten.

Pinus sylvestris, Wald Kiefer, gemeine Kiefer

Info:

ein Nadelholz Gewächs für Fortgeschrittene. Sehr gut geeignet für die Bonsaikultur. 

Beschreibung:

Sie entwickeln eine rötliche abplatzende Borke. Bläulichgrüne, bis 8 cm lange Nadeln bei der Naturform. Sehr schnell wachsend. 

Blüten:

Männliche Blüten ab Mai. Weibliche sind rötlich, endständig. Zapfen ab September. Sie wachsen aufrecht und bilden im Alter eine flache Krone mit lockeren Zweigen aus.

Heimat:

Einheimische Art. Mitteleuropa, Nordeuropa bis westliches Asien.

Standort:

Sonnig aufstellen. Bei Lichtmangel werfen sie die Nadeln ab. Solitär aufstellen damit auch untere Bereiche Licht bekommen. Öfters drehen. Unter Dach vor Winde geschützt überwintern. Absolut winterhart. 

Pflege:

Im Wachstum erst ab Austriebsende alle 2 Wochen bis September flüssig düngen. Regelmäßig gießen ohne Staunäße im Sommer. Gleichmäßig feucht halten. Kurze Trockenperioden vertagen sie ganz gut, ideal ist das aber nicht. Im deutlichen Nadelwuchs weniger gießen dann hält man sie kurz. 

Substrat:

Mineralisch, durchlässige Bonsaierde. Umtopfen kann man alle 2-3 Jahre, am besten im zeitigen Frühjahr. Beim Umtopfen immer ein Teil des Myzels (weisses Pilzgeflecht) wieder mit eintopfen. Was dem Bonsai schützt. 

Formschnitt:

Totholz bei älteren Exemplaren möglich, Besenform eher nicht geeignet. Am besten den Neutrieb ab Augustmitte komplett entfernen. Verträgt eine Stamm- und Verzweigungsförderung gleichzeitig. Viele Gestaltungsmöglichkeiten durch drahten, spannen und zurückschneiden. Drahten ist ganzjährig möglich. Bizarre Formen sind ein Blickfang. Winterschnitte bedeuten das wenig Harz austritt. 

Schadbilder:

Im Frühjahr auf Blattläuse und Raupen achten. Auch Woll- und Schildläuse können vorkommen. Frühzeitig bekämpfen. Wachstum kann stocken, Äste verdorren bei Staunässe oder Pilzkrankheiten im Wurzelbereich. Wenn Triebe absterben und Nadeln braun werden, sind Pilze schuld, man sieht dabei schwarze Sporen an der Rinde. Weitere Schadbilder treten auf durch Nadeln die zuerst braune Flecken haben und auch Querstreifen. Das wird Kiefernschütte genannt. Gelbe Nadeln an älteren Bonsais sind normal, werden sie aber früh abgestossen ist ein Pilz daran Schuld. 

Prunus spinosa, Schlehe

Info:

als Bonsai schwer zu bekommen. 

Beschreibung:

Sparrig wachsender Strauch. Sie braucht eine aufmerksame Pflege, ist aber nicht so schwierig. Schöne Laubpflanze die willig blüht und gut fruchtet.

Standort:

vollsonnig aufstellen, wärmeliebend. Öfters drehen. Unter Dach vor Winde geschützt überwintern.

Pflege:

bis August düngen, wenn sich die Blätter voll entwickelt haben. Viel gießen, besonders nach der Blüte wenn die Beeren ausgebildet werden. Staunäße und Ballentrockenheit wird nicht gut vertragen. Dann werden Knospen abgeworfen. Im Sommer möglicherweise bei Hitze 2x täglich gießen. 

Blüten:

Weiße Blüten an verdorrten Kurztrieben erscheinen ab März.

Früchte:

Die schwarze Steinfrucht erschein ab September. Um süß zu werden brauchen sie den Frost.

Heimat:

kommt aus Mitteleuropa, einheimisch, bis 900 m aufsteigend. Verbreitet auch in Asien (bis 1600 m aufsteigend) und Nordafrika. Viele Tiere fressen ihre sauren Früchte. 

Formen:

durch spannen und Schnitt. Kurztriebe stehen lassen, weil sie die Blüten tragen. Dornen immer abschneiden. Wegen des sparrigen Wuchses, kleine Pflanzen oft stutzen. 

Substrat:

Mineralisch, durchlässige, kalkhältige, grobkörnige Bonsaierde.

Schadbilder:

sehr robust bezüglich Schädlinge. Es kann aber zu Pilzinfektionen und auch Mehltau vorkommen. Ab und zu an frischen Trieben Blattläuse und Rote Spinne sind weniger ein Problem, sollte man aber bald mal bekämpfen.

Taxus baccata, europäische Eibe

Info:

hat eine auffallende rote Borke die leuchtet.

Blüten:

Unscheinbare Blüten erscheinen im März/April. Früchte im Herbst.

Heimat:

Eine einheimische Art.

Standort:

Halbschattig bis schattig aufstellen. Unter Dach vor Winde geschützt überwintern.

Pflege:

giessen und abtrocknen lassen. Substrat nicht ständig nass halten. Öfters kalkfrei und lauwarm sprühen im Wachstum. Monatlich düngen, egal ob organisch oder flüssig.

Formschnitt:

Schnitte bis ins alte Holz möglich, sollte man tun um sie zum Verzweigen anzuregen. Das Totholz ist sehr dekorativ. Schirmform vermeiden. 

Substrat:

Alle 2-4 Jahre, ältere auch seltener in durchlässige, mineralische Bonsaierde umtopfen.

Vermehrung:

Samen, Stecklinge im Sommer, abmoosen.

Schadbilder:

Schildläuse können vorkommen. Abstreifen und Hände waschen. Bei größeren Befall mit Insekticid vorgehen. Dickmaulrüssler können Probleme verursachen, da die Käfer das Laub und die Rinde fressen und die Larven sich im Wurzelballen verborgen von den Wurzeln ernähren. Wurzelfäule bei zuveil Nässe.

Taxus cuspidata, japanische Eibe

Info:

Sie braucht eine aufmerksame Pflege, ist aber nicht so schwierig.

Beschreibung:

Nadelholz. Aufrecht wachsend, Strauch- bzw. Baumform. Sehr dekorativ sind Totholzpartien. Robuster als T.baccata.

Blüten:

Auffallend männliche, kugelige Blüten ab März. Weibliche Blüten sind unscheinbar.

Früchte:

Rote Früchte im Herbst.

Heimat:

Kommt aus Asien.

Standort:

Lichtliebend, auch halbschattig aufstellen. Er ist absolut winterhart. Öfters drehen. Unter Dach winterhart. Vor Wind schützen.

Pflege:

Monatlich düngen, egal ob organisch oder flüssig. Giessen und abtrocknen lassen. Substrat nicht ständig nass halten. Öfters kalkfrei und lauwarm sprühen im Wachstum. 

Formschnitt:

Gipfeltreibe an den Seitenzweigen großteils entfernen. So werden Etagen gebildet. Nach Neuaustrieb einen Formschnitt durchführen. Immer weit ins alte Holz zurückschneiden, damit eine Verzweigung erfolgt. Schirmform nicht geeignet.

Substrat:

Mineralische, durchlässige Bonsaierde. Alle 2-4 Jahre, ältere auch seltener umtopfen.

Vermehrung:

Samen, Stecklinge im Sommer, abmoosen.

Schadbilder:

Schildläuse frühzeitig bekämpfen. Dickmaulrüssler können Probleme verursachen, da die Käfer das Laub und die Rinde fressen und die Larven sich im Wurzelballen verborgen von den Wurzeln ernähren. Wurzelfäule bei zuveil Nässe.

Ulmus pumila, sibirische Ulme, Zwergulme

Info:

ist gut für Anfänger geeignet. Sehr robust.

Beschreibung:

Kleinblättrig. Große Exemplare wachsen gerne an Gewässerränder in der Heimat. Dort riesige Blickfänge und Landschaftsprägend.

Blüten:

in Büscheln erscheinen ab Mai.

Heimat:

ist Sibirien, Mongolei und das nördliche China.

Standort:

Unter Dach überwintern. Öfters drehen. Sonnig bis halbschattig aufstellen. Windschutz ist wichtig.

Pflege:

Im Wachstum von Mai bis September mit Flüssigdünger versorgen. Gut gießen, Wurzeln immer feucht halten. Staunäße und Trockenheit wird nicht vertragen. 

Substrat:

Durchlässiges, mineralisches Substrat bieten. Anfangs jährlich bis zweijährlich umtopfen und jedesmal die Wurzeln schneiden. Später alle 3-4 jahre im Frühjahr.

Formschnitt:

Anfangs Stammdicke fördern, erst später die Verzweigung. Im Frühsommer, junge Triebe bis auf 1 Blatt zurückschneiden, nicht vorher wegen Abhärtung. Bei älteren Pflanzen, Neuaustrieb gleich pinzieren. Große Blätter wegzupfen/entfernen. Aufrecht wachsend, Totholz vermeiden.

Schadbilder:

Auf Raupen untersuchen, manchmal können Blattläuse auftreten. Insgesamt sehr robust gegen Schädlinge und Pilze.

Zelkova serrata, japanische Zelkove

Beschreibung:

Für Anfänger geeigneter Laubbaum. Goldenes Herbstlaub.

Blüten:

Männliche und weibliche Blüten ab April.

Heimat:

kommt aus Asien (Korea, Japan, Taiwan). Hier bis 30 m hoch. 

Standort:

Sonnig bis halbschattig aufstellen. Vor Prallsonne schützen. Unter Dach überwintern, Windschutz geben. Vor stärkeren Frösten schützen. Garage und co. sollten dann herhalten. Öfters drehen.

Pflege:

Ganzjährig düngen, alle 4 Wochen mit flüssigen oder organischen Dünger. Giessen mit Fingerspitzengefühl. Nicht zuviel aber auch nicht zuwenig mit weichen Wasser befeuchten. Im Winter leicht feucht halten. 

Formschnitt:

Große Blätter entfernen, wegzupfen. Aufrecht wachsend. Besenform ist gut. Im Frühsommer, junge Triebe bis auf 1 Blatt zurückschneiden, nicht vorher wegen Abhärtung. Bei älteren Pflanzen, Neuaustrieb gleich pinzieren. Anfangs Stammdicke fördern, erst später die Verzweigung.

Substrat:

Mineralische, durchlässige Bonsaierde. Alle 3-4 Jahre im Frühjahr umtopfen. Ältere seltener. 

Vermehrung:

Samen, halbverholzte Stecklinge im Sommer. Abmoosen. 

Schadbilder:

kaum Schädlingsanfällig. Falls doch saugende Schädlinge vorkommen, Pflegebedingungen bei Bedarf ändern. 

Carmona microphylla (Zimmerbonsai)

Info:

ein schöner Bonsai habe ich mir bei Bellaflora in Graz am 15. Juni 2023 gekauft. Bin gespannt wie er sich bei mir am Schreibtisch 2 m von der Süd Balkontür hält. Er hat es luftig und hell aber nicht direkt sonnig hier. Nach Umzug in eine neue Wohnung verschenkt.

Beschreibung:

der Baum wird in der Heimat bis zu 10 m hoch. Vor über hundert Jahren in Bonsaikultur bekannt. 

Tee:

Name, Tee ist deshalb integriert weil die Blätter in SO Asien bis Südasien als Tee verwendet wurden.

Familie:

Boraginaceae.

Heimat:

kommt aus China, Provinz Fujian. Verbreitet auch Südasien, SO Asien und Australien.

Blüten:

sind klein, weiß, können ganzjährig erscheinen. Früchte erscheinen nach der Blüte in gelbrot oder dunkler.

Standort:

sehr hell aufstellen, vor Prallsonne schützen, auch im Winter. Trockene Luft vermeiden. Gut bei Zimmertemperaturen.

Pflege:

sobald er sich trocken anfühlt gut befeuchten. Immer antrocknen lassen, aber nicht austrocknen, Staunäße wird nicht vertragen. Mein Wasser entkalke ich mit flüssigen Antikalk von Dehner. Flüssigdünger nicht auf trockenen Ballen, dann nur alle 1-2 Monate schwachen auf nassen Ballen düngen. Gut auch ein organischer Bonsaidünger.

Formschnitt:

läßt sich gut zurechtschneiden. Ältere sind brüchig, Junge lassen sich auch gut biegen.

Umtopfen:

alle 2 Jahre. Vorsichtig Wurzeln beschneiden, weil er das nicht gut verträgt. Bonsaierde verwenden. Anfangs stammnah gießen.

Vermehrung:

Samen und Stecklinge im Sommer. 

Schadbilder:

Läuse (anfällig für Blatt- und Schildläuse) und Rote Spinne bei trockener Luft, leider kann trockene Winterluft den Bonsai sehr zusetzen.

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