Kornnatter Pintherophis guttatus 🥰🖤🤍
Info:
Ich liebe Kornnattern.
Erstbeschreibung:
Linne 1766.
Die Kornnatter (Pantherophis guttatus), auch Gewöhnliche Kornnatter, ist eine ungiftige Schlangenart aus der Familie der Nattern (Colubridae) und ist in Nordamerika beheimatet. Mit einer typischen Körperlänge von 120 bis 150 cm zählt sie zu den mittelgroßen Arten innerhalb der Gattung der Amerikanischen Kletternattern (Pantherophis). Sie ernährt sich als dämmerungs- und nachtaktiver Lauerjäger von kleinen Säugern, Amphibien, Reptilien und Vögeln. Aufgrund ihres großen Verbreitungsgebietes, welches sich über weite Teile der östlichen USA erstreckt, ist die Art in ihrem Erscheinungsbild sehr variabel.
Geschlechter:
Die Geschlechtsunterscheidung anhand äußerer Merkmale ist nur schwer möglich. Auskunft über das Geschlecht können dabei die sich beim Männchen durch das Vorhandensein von Hemipenistaschen, einer weniger spitzen Schwanzpartie sowie das Vorhandensein einer geringeren Anzahl von Subcaudalia beim Weibchen im direkten Vergleich geben.
Färbung/Zeichnung:
In Färbung und Zeichnung ist die Kornnatter durch ihr großes Verbreitungsgebiet sehr variabel, die Grundfarbe reicht von einem matten Grau bis zu einem starken Braun-Orange. Die 34–47 rechteckigen, mehr oder weniger stark schwarz eingefassten Körper- und Schwanzflecken („Sattelflecken“) weisen zumeist eine orange bis rötlich-braune Färbung auf und sind in ihrer Form und Anzahl ein wichtiges Merkmal zur Abgrenzung der Kornnatter von der ihr sehr ähnlichen Prärie-Kornnatter (Pantherophis emoryi). Auch in der Intensität der Färbung lässt sich bei Pantherophis guttatus eine Veränderung entlang der Nord-Süd-Linie des Verbreitungsgebietes beobachten, wobei sich die eher kontrastarm grau-braun gefärbten Individuen aus nördlichen Populationen deutlich von ihren rötlicheren, kontrast- und farbintensiveren Artgenossen aus dem Süden unterscheiden. Die helle Bauchseite zeichnet sich durch ein für die Kornnatter typisches „Schachbrettmuster“ aus, welches aus sich abwechselnden, hellen und braun-schwarzen, rechteckigen Schuppen besteht. Die Kopfoberseite ziert ein variables Ornament, welches am Hals in den ersten Sattelfleck überläuft.
Verbreitung, Heimat:
Das Verbreitungsgebiet der Kornnatter erstreckt sich entlang der Ostküste der Vereinigten Staaten vom Bundesstaat New York bis in die Florida Keys. Die westlichsten Populationen von Pantherophis guttatus finden sich in den Bundesstaaten Mississippi, Louisiana und Tennessee, wo das Verbreitungsgebiet an die Habitate der Slowinski-Kornnatter(Pantherophis slowinskii) und der Prärie-Kornnatter (Pantherophis emoryi) grenzt. Bedingt durch das große Verbreitungsgebiet bewohnt die Kornnatter unterschiedlichste Lebensräume, die sich zum Teil erheblich in ihrer geographischen Beschaffenheit und dem Lokalklima unterschieden. So reicht ihr Lebensraum von Habitaten auf Seehöhe bis hinauf in höhere Lagen von über 750 m. In den unterschiedlichen Zonen ihres Verbreitungsgebietes bewohnt die Kornnatter sowohl sommerfeuchte Laub- und Nadelwälder, Busch- und Graslandareale als auch Feuchtgebiete, als Kulturfolger ist sie darüber hinaus häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen zu finden.
Sozialverhalten:
ornnattern gelten im Allgemeinen als nacht- und dämmerungsaktive Tiere, können aber teilweise auch tagsüber an exponierten Stellen beim Sonnenbad beobachtet werden. Die Suche nach geeigneten Beutetieren findet zumeist nachts oder in der Dämmerung statt. Den Großteil ihres Lebens verbringt die Kornnatter verborgen unter Laubstreu, Rindenmulch, Felsen sowie in hohlen Baumstämmen und Höhlen. Kornnattern sind ausgesprochen gute Kletterer und sind somit auch in Bäumen anzutreffen, wo sie Vögel erbeuten oder deren Nester plündern – Wasser wird, obwohl die Tiere gute Schwimmer sind, weitestgehend gemieden. Auf Bedrohung reagieren Kornnattern zumeist mit Flucht, nur selten kann das typische Abwehrverhalten beobachtet werden – dabei richtet die Schlange ihr vorderes Körperdrittel in einer für viele Schlangenarten typischen S-Haltung auf und schnellt daraus bei anhaltender Bedrohung blitzschnell vor, um Abwehrbisse auszuführen. Besonders bei jungen Kornnattern kann in Stresssituationen auch ein deutliches Vibrieren mit der Schwanzspitze beobachtet werden, welches ein einschüchterndes, rasselndes Geräusch erzeugt. In großen Teilen des Verbreitungsgebietes fallen Kornnattern in der kühleren Jahreszeit in eine Kältestarre. Zu diesem Zweck versammeln sich oft hunderte Exemplare an geeigneten Stellen um gemeinsam zu überwintern. Diese Ruheperiode dauert je nach lokalem Klima bis zu 4 Monate, in denen die Tiere keine Nahrung zu sich nehmen.
Ernährungsweise:
Die Kornnatter verfügt zum Beutefang über keinerlei Gift und tötet ihre Beute deshalb durch Erwürgen. Zu diesem Zweck schlingt sie ihren sehr muskulösen Körper mehrmals um das mit den Kiefern fixierte Beutetier und erhöht damit den Druck auf die inneren Organe ihres Opfers so lange, bis der Tod eintritt. Dem eigentlichen Schlingakt voraus geht zumeist eine kurze Ruhepause, ehe die erlegte Beute – zumeist mit dem Kopf voran – durch Bewegungen der äußerst flexiblen Kieferhälften und unterstützt von windenden Muskelbewegungen des vorderen Körperdrittels im Ganzen verschlungen wird.
Vermehrung:
Nach einer sehr variablen Trächtigkeitsdauer von 30 bis 70 Tagen legt das Weibchen gewöhnlich zwischen April und Juni ihre 8 bis 20 weichschaligen Eier an einem dafür geeigneten Ort (z. B. unter Baumstümpfen oder Felsen) ab und verlässt danach das Gelege. Ein Brutpflegeverhalten bei Kornnattern ist nicht bekannt.
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