Hitlereiche

VerΓΆffentlicht am 6. November 2026 um 16:09

Infos:

  • Es handelt sich um Erzählungen im Umfeld meiner Familien und direkt von meinen Vater der 2019 verstorben ist. Als Adolf Hitler 1933 an die Macht kam, wurden durch die Nationalsozialisten zu Ehren Adolf Hitlers in den Dörfern und Städten der besetzten Gebiete in den Folgejahren feierlich solche Eichen gepflanzt. Sie sollten das 1000 jährige Reich symbolisieren. 
  • Durch diese Aktionen, die später mehr Sein als Schein bestätigte, wurde es auch in Österreich die ja kampflos 1938 ins Deutsche Reich eingegliedert wurde kam es natürlich auch in den Dörfern zu solchen Eichenaktionen. So auch in meinen Heimatort im Südburgenland. Es hat sich zugetragen das jede Familie mehr oder weniger freiwillig und durch Gruppenzwang, so eine Eiche verpflanzt hat. Mein Großvater hat sie zwar gepflanzt, war aber kein Nationalsozialist und hat in der Dunkelheit der Nacht diese Eiche mit einen Handbohrer angebohrt, so das diese Eiche langsam eingegangen ist. Ein anderer Nachbar hat heißes Wasser hingeschüttet. Andere Nachbarn waren glühende Anhänger bzw. selbst in der SS. Hätten sie diese Aktionen gesehen, gäbe es mich heute wohl nicht. Erstaunlicher Weise sieht man heute in meiner Ortschaft keine einzige Eiche vorm Haus stehen, eher andere Bäume. 
  • Noch vorm Einmarsch in Österreich bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin bekam der Goldmedaillen Gewinner eine schon gut angewachsene Eiche im Topf als Geschenk von den Nationalsozialisten. 
  • Es gab noch weitere Geschichten die ich gehört habe, wie das Verhalten der Russen tagsüber und in der Nacht, sie hatten in einer Hütte meiner Familie, die heute noch besteht sich aufgehalten. Am Tag haben die Kindern Schokolade gegeben, in der Nacht haben sie Frauen verfolgt, welche sich dann älter machten und am Heuboden versteckten. Eine Tante von mir wurde von Mongolen verschleppt. Jedoch kamen sie bald wieder zurück mit ihr, weil mein Großvater mit den Chef der Russen öfters Wodka getrunken hat und dieser die Mongolen ergriffen hat. Der Russe sagte immer *Starosta* zu meinen Großvater, der damals Bürgermeister war. Über das Schicksal der Mongolen wurde nicht wirklich was bekannt, möglicherweise wurden sie erschossen, was aber nicht ganz sicher ist. Auch hatten wir einen Knecht wie es damals üblich war, er hieß Vasilii diesen ging es bei uns gut, siehe Erklärung weiter unten. Über sein Schicksal nach den Krieg ist wenig bekannt. Allerdings war diese sicher nicht rosig, weil Stalin die meisten als Verräter hinrichten ließ, nach ihrer Heimkehr, damit sie nicht über den gewissen Wohlstand berichten können. Denn es war schon so das es in der Sowjetunion weitaus rückständiger war damals als bei uns. Ich kann das nicht bestätigen, weiß das nur von Hörensagen.    

Mein Großvater hier in Uniform im ersten Weltkrieg wo er als Späher vorauseilen mußte. Er kam in Russischer Gefangenschaft und wurde in die Ukraine verschleppt, weil er sich weigerte als Dolmetscher zu gehen da er russisch konnte. In der Ukraine kam er zu einer Bauernfamilie welche seine Füße über einen Ofen durch Wärme kurierten. Sie haben ihm gut behandelt und wollten ihm sogar verheiraten. Als er dann zurückkam durfte der oben genannt Ukrainische Knecht nicht wie bei anderen Familien im Stall schlafen und essen sondern inmitten der Großfamilie Krammer. Rechtes Foto ist die Inschrift des Heimkehrerkreuzes, welches meine Urgroßeltern errichtet haben als mein Großvater und sein Bruder der in meiner Heimatortschaft Wirt war, gesund vom ersten Weltkrieg zurückgekommen waren. 

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