Kakteen Besonderheiten A
Aporocactus der Schlangenkaktus wird eher von Hand zu Hand mittels Stecklinge verbreitet. Im Handel sieht man ihm selten. Für zügiges Wachstum und tollen Blütenflor sollte man monatlich mit Kakteendünger versorgen. Er mag eine hohe Luftfeuchtigkeit, nimmt es aber auch nicht übel wenn man diese nicht erreicht. Man sollte um sie von einen Spinnmilbenbefall zu bewahren, die Wedeln öfters mal kalkfrei und lauwarm besprühen.
Ariocarpus Arten habe ich seit 40 Jahren im Handel noch nicht gesehen. Sie sind auch sehr schwer zu kultivieren, man bräuchte dazu ein ungeheiztes Gewächshaus. Am Fensterbrett nicht leicht zu halten, auch wenn man pfropft.
Armatocereus mataranus wird *bewaffneter Cereus* genannt. Er wächst baumförmig und ist Wärmeliebend. Braucht die volle Sonne, im Frühjahr daran gewöhnen. Im Winter nicht unter 10 °C aufstellen, eher knapp darüber. In der Wachstumsphase mag er viel Wasser ohne Staunäße. Im Handel eher selten zu finden.
Astrophytum asterias der Seeigelkaktus wächst eigentlich in Regionen Mexikos wo es relativ viel regnet, trotzudem sind vor allem Sämlinge sehr Fäulnisanfällig. Im Handel findet man fast ausschließlich Hybriden mit anderen Astrophyten, diese sind leichter zu kukltiviueren. Es kommt nicht selten vor das Sämlinge von einen Pilzrasen überzogen werden (auch bei Melocactus), vor allem wenn die Kästen zuwenig gelüftet werden.
Astrophytum myriostigma die Bischofsmütze wird von den Sternkakteen am häufigsten angeboten. Sie gelten als pflegeleicht, was nur bedingt stimmt. Ich habe noch keine ältere, große Exemplare gesehen, denn die Bischofsmütze kann bis 60 cm hoch werden. Meist sterben sie an Pilzerkrankungen und Fäulnis vor allem wenn man sie im Winter gießt. Es ist besser ab September schrittweise zu reduzieren und schließlich das Gießen bis März, April einzustellen. Sie gewöhnen sich auch bei Zimmerwärme daran und blühen dann halt nicht, man kanns ob der Schönheit der Kakteen ganz gut verschmerzen. Im Winter am besten bei 12 °C nicht viel darunter. Bei diesen Temperaturen blühen sie dann im Folgejahr in gelb. Es gibt mittlerweile sehr schöne Zuchtformen.
Aztekium ritteri ist ein an Skulpturen der Azteken erinnernder Zwergkaktus, der entmutigend langsam wächst. Man wartet bei Sämlingen viele Jahre ehe man eine vernünftige Pflanze sieht, wenn sie nicht vorher längst verpilzt oder verfault sind. In Zimmerkultur wohl kaum zu halten. Im Handel hab ich ihm noch nie gesehen. Im Sommer warm, im Winter kühl, unter 10 °C aufstellen. Am besten aufgehoben im vollsonnigen Gewächshaus.
Kakteen Besonderheiten B
Browningia chlorocarpa ist nicht so oft im Handel zu finden wie B.hertlingiana. Aber sie sind echt schöne unbedornte oder wenig bedornte Säulen. Sie werden über 1 m hoch. Hell und warm aufstellen, wenig gießen, nicht besprühen, das mögen sie garnicht. Im Winter nicht zu kalt aufstellen, am besten knapp über 10 °C.
Kakteen Besonderheiten C
Carnegiea gigantea der Westernkaktus kann auch als Baumaterial und auch als Nahrungsmittel und medizinisch verwendet. Bis 15 m hoch und 65 cm dm. Kann 300 Jahre alt werden, leider durch eine Bakterienkrankheit stark dezimiert. Viele Insekten und Vögel besiedeln ihm. In Amerikas Gärten und Parkanlagen ist der Saguaro zu finden. Man braucht eine Bewilligung um sie von Arizona ausführen will. Gilt als nicht besonders gefährdet. Leider hat das schnelle Wachstum der Städte den Saguaro stark dezimiert. Er wächst sehr langsam. In 30 Jahre etwa 10 cm groß. kaum zu finden in Kultur. Bedingungen in der Heimat nur schwer nachzuahmen. Außerdem brauchen sie viel Platz im Wurzelbereich. Wärmebedürftig, vollsonnig, obwohl ausgewachsene bis zu -7 °C bei trockenen Stand aushalten. Am besten im Gewächshaus bei 10 °C im Winter aufgehoben. im Wachstum erst gießen wenn das Substrat (leicht kalkig) durchgetrocknet ist. Im Winter trocken halten. Früchte sind eßbar, sehr geschmackvoll.
Cephalocereus senilis das Greisenhaupt ist sehr näßeempfindlich. Sie werden 12-15 m hoch und 30-40 cm im dm. Im Topf bis 100/8 cm. Nur basal sprossend. Sie verzweigen sich nur selten. Im Alter verkürzen sich die Haare bei dieser großen Säule, bilden ein Cephalium (ab etwa 6 m Höhe, daraus entwickeln sich 10/8 cm lange, weiß-gelbliche Blüten), dann ganz anders aussehend. Unter den Haaren verstecken sich spitze Dornen. Alte Exemplare sieht man selten. Im Handel hat es eine zeitlang Sämlinge von mehreren cm Größe mit den typischen, weißen Haarkleid erblickt, in letzter Zeit wieder nicht. Vollsonnig, warm aufstellen im Gewächshaus, Wohnzimmerkultur ist schwierig. Im Winter 15-18 °C. Bei trockenen Stand werden kurzfristig einige Minusgrade vertragen. Im Hochsommer und Winter nicht gießen, manche meinen auch im Winter leicht befeuchten. Am besten vorsichtig von unten befeuchten.
Cereus Arten gelten als die Ursäulen. Früher zählten alle Säulen zu Cereus. Es gibt über 30 Arten. Früher wurde jede Säule Cereus genannt. Schnellwachsend. Sie werden je nach Art über 20 m bis 25 m hoch. Bis 70 cm breit. Baumartig oder strauchig wachsend. Im allgemeinen gelten sie als pflegeleicht und nicht sehr näßeempfindlich, wenn man es nicht übertreibt. Leider aber auch nicht winterhart. Blüten sieht man selten. Von Juli bis September, die nächtlichen Blüten sind weiß, manchmal auch gelb, rot bis rosa. Sie zeigen diese Blüten erst an älteren Kakteen. Vollsonnig (nach Umgewöhnung im Frühjahr) bis halbschattig, warm und hell, im Winter bei (5)10-15 °C. Im Sommer etwas beschatten. Trockene Luft liebend. Regelmäßig gießen und wieder abtrocknen lassen. Im Winter nicht völlig trocken halten.
Cereus peruvianus (C.uruguayensis) ist vor allem in der Montrösen, Felsenform sehr beliebt und in vielen Größen und Formen verbreitet. Es gibt auch Zwergformen. In der regel bis 3 m hoch und 18 cm breit, Große auch bis 10 m. Baumförmig. Sonnig bis halbschattig, warm und hell halten. Im Winter bei 12 °C.
Cereus spegazzinii findet man oft auch unter Monviella. In letzter Zeit oft im Handel zu finden. Er ist ein dünntriebiger, kletternder, oder niederliegender, strauchig wachsender Kaktus, bis 2 m hoch und 2 cm breit. Kletterhilfe anbieten, im Alter auf der Fensterbank schwer. Fürs helle Wohnzimmer gut geeignet. Sonnig bis halbschattig, warm. Im Winter bei 10-12 °C aufstellen. Im Wachstum gut feucht halten, aber nicht Staunaß. Am besten von April bis August monatlich mit einen Kakteendünger versorgen. Im Winter nicht ganz trocken halten.
Cleistocactus samaipatanus (Borzicactus) kontrastiert in sattgrün und typische rote Cleistocactus, Röhrenblüten. Sie werden bis zu 1,5 m hoch und 5 cm dick. Es handelt sioch um reich verzweigte Kakteen. Sie zählen zu den blühwilligen Arten. Im Handel kommt er mir nicht unter, vielleicht seh ich ihn ja mal. Sonnig aufstellen, vor Prallsonne schützen, im Winter bei 10 °C. Am besten im Gewächshaus aufgehoben. Im Zimmer brauchen sie die volle Sonne. Im Wachstum regelmäßig kräftig gießen, erst wieder gießen wenn das Substrat trocken ist. Im Winter trocken und kühl halten.
Cleistocactus straußii die Silberkerze ist recht oft im Handel zu finden, in letzter Zeite aber seltener. Etwa 1-2 (3) m hoch, im Zimmer etwa 60 cm hoch. In der Heimat bis 300/8 cm hoch. Dort erreichen die Säulen einen dm von bis zu 10 cm. Je älter desto prachtvoller. Auf Opuntia bergeriana kann man sie pfropfen, muß aber nicht sein, ich seh sie meistens wurzelecht. Einer der schönsten Säulen. Im Alter basal sprossend. Langsam wachsend. Röhrenartige, dunkelrote Blüten erscheinen ab einer Höhe von 1 m ab Mai bis August, aber nicht immer willig, wie ich feststellen musste. Sie blühen im Zimmer auch wenn sei nicht so hoch sind ab den 5. Jahr bei guter Pflege und voller Sonne. In der Heimat werden sie von Kolibris beflogen. sonnig bis halbschattig, ganzjährig sehr luftig aufstellen. Im Winter bei 10-15 °C bei niedriger Luftfeuchte. Idealerweise im Gewächshaus aufstellen. Bei trockenen Stand werden Temperaturen bis zu -10 °C ausgehalten, allerdings kann es auch schiefgehen. Es bleibt ein Experiment. Morgens kalkfrei und lauwarm sprühen im Wachstum ist bekömmlich. Gut auch als Zimmerpflanze, dann regelmäßig drehen sonst droht Schiefwuchs. von April bis August giessen und abtrocknen lassen, anfangs zögerlich. Im Sommer gleichmässig feucht halten. Ende Juli beginnt man weniger zu giessen, von September bis Dezember wieder regelmässiger. Danach je nach Temperatur, wenig. Im Winter monatlich befeuchten, weil Schrumpfungen nicht mehr kompensiert werden können. Im Wachstum gut düngen. Nicht sehr Schädlingsanfällig, jedoch droht Fäulnis bei zuviel Wasser.
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